Party-Crasher: Nachbar bedrohte Frau mit Axt

Der rabiate Nachbar (li.) mit seinem Anwalt nach der Urteilsverkündung.
Der rabiate Nachbar (li.) mit seinem Anwalt nach der Urteilsverkündung.Bild: Heute/Steinbacher

Eine Party in Ernsthofen (Amstetten) brachte einen Nachbar in Rage. Mit zwei Promille im Blut und einer Axt in der Hand stürmte ein 62-Jährige die Fete.

Lautes Lachen und Musik sowie ausgelassene Stimmung im Nachbargarten hatte ein 62-jähriger Mostviertler einfach nicht ausgehalten. Mit einer 42 Zentimeter langen Axt stürmte er völlig entnervt das Fest.

Er fuchtelte mit dem Beil herum, schüchterte die Nachbars-Tochter (20) ein und schrie: "So ned!". Dann schlug er mit der Waffe auf einen Tisch – Gläser splitterten, Teller flogen.

Die Partygäste riefen die Polizei, der Mann wurde abgeführt und wegen gefährlicher Drohung, fahrlässiger Körperverletzung und Sachbeschädigung angezeigt.

Seit dem Vorfall leidet die 20-Jährige an Angstattacken und ist in Behandlung.

Bei der Verhandlung am Landesgericht St. Pölten am Montag gab sich der Mann eher uneinsichtig und konnte sich an nichts erinnern. Auf die Frage von Richter Markus Pree, warum er so viel trinke, meinte er lapidar: "Ich bin ein Frusttrinker, habe Schulden, leide an Einsamkeit. Wenn ich zu bin, weiß ich nichts mehr."



Das Urteil: sechs Monate Haft mit einer dreijährigen Probezeit (rechtskräftig). Dem Opfer wurde ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.200 Euro zugesprochen.



(ste)

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