Party-Verbot! So hält Mallorca die Fallzahlen tief

Auf Mallorca werden derzeit keine Partys gefeiert.
Auf Mallorca werden derzeit keine Partys gefeiert.Clara Margais / dpa / picturedesk.com
Trotz der 40.000 angereisten Deutschen über Ostern bleibt die Gesundheitslage auf Mallorca entspannt. Vor allem wegen eines Party-Verbots.

Der Oster-"Ansturm" von rund 40.000 Besucherinnen und Besucher aus Deutschland hat die vergleichsweise sehr gute Corona-Lage auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln vorerst nicht beeinträchtigt. Die Infektionszahlen seien weiterhin relativ gering, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag auf Palma mit. Die Corona-Ampel, die täglich vom angesehenen balearischen Wirtschaftszirkel unter Einbeziehung aller offiziellen Daten erstellt wird, zeigte derweil auf grün. Die Lage sei "exzellent", hieß es.

Völlig risikofrei bleibt eine Reise auf die liebste Insel der Deutschen allerdings nicht. In dem Quarantäne-Hotel unweit der Mallorca-Hauptstadt Palma sind derzeit 27 Urlauberinnen und Urlauber aus Deutschland untergebracht, wie die Behörden am Montagabend bekanntgaben. Besucherinnen und Besucher, die auf der Insel positiv getestet wurden, absolvieren dort allein oder zusammen mit ihren jeweiligen Begleitung die vorgeschriebene Isolierung, die mindestens zehn Tage beträgt. Wie viele der 27 tatsächlich infiziert sind, wurde nicht bekannt.

Sieben-Tage-Inzidenz tief

Binnen 24 Stunden wurden auf den Balearen 38 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und nur ein Todesfall erfasst. Es waren am Dienstag sechs Neuinfektionen weniger als am Vortag. Dabei hatte die spanische Mittelmeer-Region im Winter zeitweilig die höchsten Coronazahlen ganz Spaniens. Der am 4. Januar registrierte Tageshöchstwert lag mit 1.865 fast 50-Mal so hoch wie die am Dienstag registrierte Zahl.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, gaben die Regionalbehörden nicht bekannt. Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums lag dieser wert am Montagabend auf den Balearen bei 28,77.

"Es wird weiterhin nur langsame Lockerungen geben"

Ungeachtet der entspannten Lage wollen die Behörden die Erfolge nicht durch leichtfertiges Handeln aufs Spiel setzen. Regionalpräsidentin Francina Armengol mahnt weiterhin zur Vorsicht. Am Dienstag wies die Sozialistin im Regionalparlament die Kritik der Opposition und von Gastronomen an den weiterhin relativ strengen Restriktionen zurück. "Es wird weiterhin nur langsame Lockerungen geben", betonte sie.

Die Innenräume von Cafés und Restaurants bleiben – anders als etwa in Madrid – bis auf weiteres dicht, draußen dürfen Gäste nur bis 17 Uhr bewirtet werden. Armengol: "Es ist kein Zufall, dass die Balearen die spanische Region mit der zweitniedrigsten Inzidenz sind. Es ist kein Zufall, dass unsere Sterblichkeitsrate im Zusammenhang mit der Pandemie die niedrigste ganz Europas ist. Es ist kein Zufall, dass wir die geringste Auslastung der Intensivstationen haben."

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