Welt

Pass abgelaufen: Russe (29) entkam sicherem Tod

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:11

Ein russischer Soldat ist am Sonntag um Haaresbreite dem Tod entkommen. Roman Valutov sollte mit jener Tupolev Tu-154 nach Syrien fliegen, die zwei Minuten nach dem Start ins Schwarze Meer stürzte. Der 29-Jährige wurde am Flughafen in Sotschi abgewiesen, was ihm das Leben rettete.

Seine Frau war dagegen, schließlich war er gerade zum dritten Mal Vater geworden. Aber Roman Valutov entschied sich trotzdem, mit dem Chor der russischen Armee nach Syrien zu fliegen. Die Mitglieder des berühmten Alexandrow-Chores sollten für die dort stationierten Soldaten auftreten. 64 von ihnen stürzten am Sonntag Morgen ins Schwarze Meer, keiner überlebte. Nur Valutov hatte Glück.

Soldat stand schon auf Liste der Toten

Denn der 29-Jährige wurde am Flughafen in Sotschi abgewiesen. Grund: Sein Pass war bereits im Juli abgelaufen. "Ich habe mir Sorgen gemacht, dass ich nicht fliegen durfte. Nach ein paar Minuten sagte man mir: Du gehst nirgendwo hin", zitiert ihn die britische Daily Mail. "Später bekam ich ständig Anrufe. Die Leute fragten, ob ich noch am Leben wäre. Ich sah nach und bemerkte, dass ich auf der Liste der Toten stand."

Großeinsatz im Unglücksgebiet

Bei dem Flugzeugabsturz in der Nähe der Schwarzmeerstadt Sotschi waren 92 Personen ums Leben gekommen, darunter 64 Chor-Mitglieder, neun russische Journalisten und ein Generalmajor der Armee. Die Absturzursache war am Montag unklar, ein technisches Versagen oder ein Pilotenfehler werden vermutet. Die Möglichkeit eines Terroranschlages ist laut den Behörden unwahrscheinlich. 3.500 Personen, darunter mehr als 100 Taucher, 39 Schiffe, fünf Hubschrauber und eine Drohne suchten am Tag nach dem Unglück die Region ab. Elf Leichen wurden aus dem Meer geborgen.

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