Niederösterreich

Patient (58) drohte Oberarzt mit dem Umbringen

Nach einer Tequila-Orgie in einem Wirtshaus landete ein 58-Jähriger im St. Pöltner Spital, wehrte sich gegen die Behandlung und drohte wüst.
03.12.2020, 11:11

Ein 58-jähriger Niederösterreicher hatte sich im Rausch eine Rissquetschwunde am Auge zugezogen, landete schließlich im St. Pöltener Universitätsklinikum. Dort führte er sich ordentlich auf, ging das Pflegepersonal an. Als der Oberarzt (62) die Spritze aufzog, drohte der Patient laut Anklage "Wennst mich nähst, bringe ich Dich um". Schließlich wurde der Patient so gut es ging versorgt, er wollte dann noch eine Türe einschlagen und verließ schließlich das Klinikum.

"Erinnere mich an nichts"

Das Spital erstattete Anzeige, vor Gericht am Donnerstag in St. Pölten sagte der 58-Jährige, der zum Tatzeitpunkt 1,8 Promille hatte: "Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich Tequila trank und am nächsten Tag daheim aufwachte. Ans Spital und wie ich dort hinkam, habe ich keine Erinnerungen."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der Oberarzt meinte im Zeugenstand: "Angst habe ich keine gehabt, ich bin 30 Jahre in diesem Beruf." Einen Filmriss des Patienten hielt der Mediziner ob der angeblich psychogenen Wirkung des Tequilas für möglich. Also wird nun ein Gutachten erstellt, ob der Angeklagte überhaupt zurechnungsfähig war. Die Verhandlung wurde daher vertagt.

Mehr zum Thema