Gegen den Impfzwang geht ja die FP und ein nicht gänzlich unwesentlicher Teil der Bevölkerung vor. Viele Ärzte sind indes klar der Meinung, dass die Coronaimpfung sehr wohl schütze. Und immerhin: Mit 1. Februar müssen Hunderttausende Österreicher zur Impfung - mehr dazu hier.
In der Ordination von Gemeindearzt Paul Wilscher im Bezirk Neunkirchen hängt ein Bild von einer Impfdemo mit folgenden Sätzen: "Liebe Impfverweigerer, Aluhüte, FPÖ-Wähler und servusTV-Seher: Ihr seid NICHT das Volk. Ihr seid erfreulicherweise nur eine kleine Minderheit."
Ein Patient war über die Botschaft des Mediziners sehr verärgert, informierte auch Neunkirchens FP-Bezirksobmann Jürgen Handler: "Ein Gemeindearzt hat für alle Bürger da zu sein und alle gleich zu behandeln", meint der Landtagsabgeordnete der Freiheitlichen.
Der Mediziner war auf Nachfrage erfreut, dass das Plakat etwas ausgelöst hat: "Es freut mich, dass dieser Aushang ein bisschen Wind macht. Ich bin bzw. war tatsächlich etwas aufgebracht, dass eine kleine Minderheit so großen Wirbel schlägt und für sich reklamiert, das Volk zu repräsentieren. Dem ist entschieden entgegenzutreten."
Der Gemeindearzt von Edlitz weiter: "Ich respektiere übrigens jede persönliche Einstellung zur Impfung, es hat der individuelle Impfstatus in meiner Ordination keine Relevanz für die Behandlung und wird auch nicht diskutiert - falls jemand Informationen über die Impfung benötigt, stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung."
"Hinsichtlich des gekränkten Patienten und des mir unbekannten FPÖ-Mandatares möchte ich nur eines anmerken:
Sie haben das Recht auf freie Arztwahl - machen Sie davon Gebrauch", so Paul Wilscher abschließend.