Einen Sturm im Wasserglas löste ein 35-Jähriger mit Platzwunde mit seiner Bitte um Flüssigkeit im Tullner Spital aus: Der Oberarzt verneinte, der Patient ging, der Mediziner rief die Exekutive.
„Ich habe vor dem Spital gewartet, die Beamten begrüßt und ihnen die Situation erklärt. Daraufhin ging ein Polizist mit mir zum Wasserspender, der andere zum Arzt“, so der Patient.
Nachdem der Ärger runtergespült war, zog die Exekutive ab, die Wunde wurde mit sieben Stichen genäht und der Unternehmer verließ die Klinik, ist aber sauer: „Ich hatte Blutgeschmack im Mund. Ohne Angabe von Gründen wurde der Wunsch nach einem Glas Wasser abgeschmettert. Als mich meine Frau dann in die nächstgelegene Klinik nach Korneuburg fahren wollte, rief der unfreundliche Oberarzt die Polizei“, erklärt der zweifache Familienvater.
Von Seiten der Klinik-Holding heißt es: „Es wurde dem Patienten mehrfach erklärt, dass zuerst das Ergebnis der Computertomographie abgewartet werden muss, um ein Schädel-Hirn-Trauma auszuschließen. Als er dann ging, bestand Gefahr im Verzug und das war medizinisch nicht vertretbar.“
„Mir wurde es eben nicht erklärt, darum wollte ich ja gehen. Ich denke, ich bin mündig genug, zu entscheiden wann ich trinke und wann nicht“, kontert der 35-Jährige.