Andreas Heraf saß eigentlich fest im Sattel, war bei Ried unumstritten. Dann wurde er krank, fehlte wochenlang wegen Problemen mit den Stimmbändern. Sein Ersatzmann Christian Heinle vertrat ihn besser, als Heraf lieb ist. Er hat den Chefcoach verdrängt.
Ried gibt am Montag offiziell bekannt, worüber am Wochenende schon getuschelt wurde: Heraf ist nicht mehr Trainer des Klubs. Der 54-Jährige und der Klub haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt.
Heinle bleibt vorerst im Amt. Weil er nicht über die nötige Trainerlizenz verfügt, muss aber dennoch ein neuer Coach gesucht werden, der zumindest auf dem Papier die Rolle des Chefs übernehmen wird.
Spieler ließen zuletzt bei ihren Interviews zwischen den Zeilen durchklingen, den neuen Weg mit Heinle gerne weitergehen zu wollen.
Rieds Geschäftsführer Rainer Wöllinger: "Nach der krankheitsbedingten Pause haben beide Seiten – sowohl Andreas Heraf als auch wir – in Gesprächen festgestellt, dass es unterschiedliche Auffassungen gibt, in welche Richtung sich der Klub bewegen soll. Deshalb haben wir uns jetzt einvernehmlich darauf geeinigt, die Zusammenarbeit nicht mehr fortzusetzen. Andreas Heraf hat für die SV Guntamatic Ried sehr viel geleistet. Dafür möchte ich ihm im Namen des gesamten Vereins herzlich danken. Wir wünschen ihm für seine Zukunft das Allerbeste."
Andreas Heraf: "Ich möchte mich bei der SV Guntamatic Ried für eine wunderbare und unglaublich erfolgreiche Zeit bedanken. Der Wiederaufstieg in die Bundesliga und der souverän geschaffte Klassenerhalt letzte Saison werden mir ewig in Erinnerung bleiben."