Wasser, Müll und Kanal

Paukenschlag! Wien erhöht erneut die Gebühren

Ab 1. Jänner 2027 wird das Leben in Wien teurer. Die Stadt erhöht die Gebühren für Wasser, Kanal und Müllabfuhr um bis zu 4,6 Prozent. Die Details.
André Wilding
20.08.2026, 08:09
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Auf die Bevölkerung in Wien kommt mit dem Jahreswechsel höhere Fixkosten zu. Ab 1. Jänner 2027 hebt die Stadt die Gebühren für Wasser, Kanal und Müllabfuhr an. Je nach Tarif beträgt das Plus bis zu 4,6 Prozent.

Grund dafür ist die gesetzlich vorgesehene Valorisierung. Entscheidend ist dabei die von Statistik Austria ermittelte Teuerung. Überschreitet diese den festgelegten Schwellenwert von drei Prozent, werden die entsprechenden Gebühren angepasst.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wasser kostet zehn Cent mehr

Zum Stichtag 30. Juni 2026 wurde diese Grenze überschritten. Bei Wasser und Kanal lag die Steigerung des Verbraucherpreisindex bei jeweils 4,6 Prozent, bei der Müllabfuhr bei 4,5 Prozent.

Für Wasser werden damit künftig 2,37 Euro pro Kubikmeter statt bisher 2,27 Euro fällig. Das entspricht einem Plus von zehn Cent.

Beim Kanal steigt der Tarif um elf Cent von 2,49 auf 2,60 Euro pro Kubikmeter.

Auch Müllabfuhr wird teurer

Ebenfalls angehoben wird der Müllabfuhrabgabetarif. Dieser steigt von derzeit 50,52 Euro auf 52,79 Euro und damit um 2,27 Euro. Zuletzt waren die Gebühren für Wasser, Kanal und Müllabfuhr Anfang 2025 valorisiert worden.

Eine Ausnahme gibt es diesmal bei der Parkometerabgabe. Sie wird nicht erhöht, weil der dafür notwendige Schwellenwert nicht überschritten wurde.

Millionen fließen in Infrastruktur

Die Stadt verweist darauf, dass die zusätzlichen Einnahmen in die Infrastruktur investiert werden sollen. Allein für die Wasserversorgung sind jährlich 130 Millionen Euro vorgesehen.

In Neusiedl am Steinfeld wird derzeit ein geschlossener Trinkwasserspeicher gebaut, der eine Milliarde Liter fassen soll. Für die erste Bauetappe sind 98 Millionen Euro veranschlagt.

Auch beim Kanalnetz stehen hohe Investitionen bevor. Wien Kanal plant zwischen 2027 und 2031 rund 380 Millionen Euro netto für Sanierungen, Ausbau und Betriebsausstattung. Das Wiener Kanalnetz ist mehr als 2.500 Kilometer lang. Zu den Projekten zählt auch der Wiental Kanal.

Die MA 48 plant ebenfalls weitere Ausgaben: Neue Mistplätze in Ottakring und Stadlau sollen 22 beziehungsweise 42 Millionen Euro kosten. Weitere fünf Millionen Euro sind für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb vorgesehen.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 20.08.2026, 08:10, 20.08.2026, 08:09
Weitere Storys