Paul Swarovski klagt den Familien-Konzern

Bild: THOMAS BOEHM

Paul Swarovski, Familienmitglied der Tiroler Kristall-Dynastie, zieht in Folge seiner Absetzung als Geschäftsführer der Wiener Tochterfirma Swarovski Energy gegen den Swarovski-Konzern vor Gericht. Er möchte die Entscheidung aufgrund angeblich fehlender Gründe anfechten.

Über einen Zwist im Tiroler Swarovski-Konzern, der nun vor Gericht ausgetragen wird, berichtet der "trend" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Demnach geht Paul Swarovski aus dem Familienstamm "Fritz" - wie Swarovski-Chef Markus Langes-Swarovski und Fiona Pacifico Griffini-Grasser Mitglied der fünften Generation in der Kristalldynastie - gegen den Konzern gerichtlich vor.

Es geht um seine Entmachtung als Geschäftsführer der Wiener Tochterfirma Swarovski Energy sowie die Abberufung als persönlich haftender Gesellschafter der D. Swarovski KG in Wattens. Beides erfolgte im Frühjahr 2013 auf Beschluss des Swarovski-Beirats.

Anfechtung aufgrund mangelnder Gründe

Da seitens des Konzerns keine konkreten Gründe für die Suspendierung genannt wurden, will Paul Swarovski die Entscheidungen anfechten. Erste Verhandlungen zur Klärung der Gerichtszuständigkeit fanden am 27. September bzw. am 3. Oktober am Arbeitsgericht Wien und am Landesgericht Innsbruck statt.

Die Konzernführung bestätigt lediglich die Bestellung eines neuen Geschäftsführers für Swarovski Energy, "um die Synergien innerhalb des Swarovski-Konzerns besser nutzen zu können", will sich aber zu allen Paul Swarovski betreffenden Fragen "nicht weiter äußern". Über einen Sprecher lässt Paul Swarovski, bis 2011 selbst im Executive Board von Swarovski, ausrichten, dass er mit der Klage "gegen Ungerechtigkeit" ankämpfen wolle, zu Details aber "aus Rücksicht auf alte Familiengepflogenheiten" schweige.

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