Abzocke mit Online-Tests

PayPal-Falle: IQ-Tests führen zu teuren Abos

Eine echte PayPal-Mail kann auf ein unbemerkt abgeschlossenes Abo hinweisen. Hinter Abbuchungen an NordicaLab steckt eine klassische Abo-Falle.
Technik Heute
12.09.2026, 12:07
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Eine PayPal-Nachricht über eine angeblich autorisierte Zahlung kann überraschend kommen - besonders dann, wenn man zu diesem Zeitpunkt selbst nichts gekauft hat. Dahinter kann ein unbemerkt abgeschlossenes Abonnement stecken.

Hinter solchen Abbuchungen steht oft der Anbieter NordicaLab, der unter anderem mit Angeboten wie "testlibrary.com" in Verbindung gebracht wird. Bei dieser Masche werden Nutzer mit scheinbar günstigen Online-Tests wie IQ- oder Persönlichkeitstests gelockt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie Chip unter Berufung auf die Watchlist Internet berichtet, werden Nutzer nach dem Absolvieren solcher Tests unbemerkt in ein teures monatliches Abonnement gedrängt. Wer Ergebnisse oder Inhalte freischalten will, bezahlt zunächst eine kleine Gebühr - dabei wird gleichzeitig ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen.

So schnappt die Falle zu

Besonders kritisch wird es, wenn PayPal im Browser oder in der App noch angemeldet ist. Wird dann ein Pop-up übersehen oder unter Zeitdruck versehentlich bestätigt, kann daraus eine Zahlungsvereinbarung entstehen. Für spätere Abbuchungen ist dann keine erneute Bestätigung mehr erforderlich.

Die Benachrichtigung stammt in solchen Fällen tatsächlich von PayPal. Sie informiert über eine Belastung, die auf einer bereits erteilten automatischen Zahlungsvereinbarung basiert. Dass die E-Mail beispielsweise nachts eintrifft, bedeutet daher nicht zwingend, dass das Konto gehackt wurde.

Was Betroffene tun sollten

Betroffene sollten in ihrem PayPal-Konto prüfen, ob unter "Zahlungen" oder "Automatische Zahlungen" eine Vereinbarung mit NordicaLab oder einem unbekannten Händler hinterlegt ist. Ungewollte Zahlungsvereinbarungen sollten dort sofort beendet werden.

Die Abo-Falle passt zu einer Cyberkriminalität, die längst viele Menschen im Alltag trifft. Laut dem Cybersicherheitsmonitor 2026 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik war in den vergangenen zwölf Monaten jede zehnte Person in Deutschland von einer Straftat im Internet betroffen.

tec,12.09.2026, 12:07