Wer auf Selfies gerne mit zwei Fingern das Peace-Zeichen in die Kamera hält, sollte das in Zukunft besser lassen. Die Bildqualität moderner Kameras ist mittlerweile so hoch, dass Kriminelle anhand solcher Gesten die Fingerabdrücke von Personen identifizieren können.
Das Problem dabei: Während man ein Passwort in wenigen Minuten ändern kann, bleibt der eigene Fingerabdruck ein Leben lang gleich. Täter könnten mit den gestohlenen biometrischen Daten etwa gestohlene Handys entsperren oder auf persönliche Daten zugreifen.
Wie chip.de berichtet, warnt das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erneut vor dieser Gefahr und gibt konkrete Tipps, um Identitätsdiebstahl zu vermeiden. Auch die einfache Verfügbarkeit von künstlicher Intelligenz macht diese Angriffsmethode immer attraktiver.
Bereits 2017 konnte der Chaos Computer Club die Fingerabdrücke der damaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von einem Foto kopieren. Die Hacker bezeichneten Fingerabdruck-Biometrie damals als "Sicherheitsplacebo".
Das BSI empfiehlt: Wer unbedingt Handgesten auf Fotos machen will, sollte die Bildauflösung vor dem Hochladen reduzieren. Am sichersten ist es aber, solche Gesten auf Fotos, die in sozialen Medien geteilt werden, ganz zu vermeiden.