Penis-Grapscher kostet Saunierer eine Stange Geld

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Das Urteil in der hitzigen Dampfbad-Causa ist da. Der Sauna-"Angreifer" muss für seinen "Fehlgriff" nun eine Strafe zahlen. Das Opfer wurde vom Vorwurf der gefährlichen Drohung freigesprochen.

Dieser Fall brachte das am Dienstag das Wiener Straflandesgericht in Wallungen. Nach einer folgenschweren "Verwechslung" zwischen Schlauch und Penis im Saunabereich eines Wiener Fitnessstudios dampfte der Richterin vor der Urteilsverkündung der Kopf.

Dampfbad-Causa erhitzte Gemüter

Ein 42-Jähriger hatte einem 19-Jährigen im Dampfbad auf den Penis gegriffen, "Heute" berichtete. Vor Gericht sagte er: "Ich wollte zum Wasserschlauch greifen und habe dabei wegen meiner Sehschwäche und weil ich im Dampfbad die Brille abnahm irrtümlich den Penis des Sitznachbarn berührt."

Das sah der 19-Jährigen ganz anders. Nach der Berührung soll er ausgerastet sein und sein Gegenüber bedroht haben. Den Vorwurf der Gefährlichen Drohung (er soll mit "Kieferbruch" gedroht haben) ließ er abtropfen. "Ich bekenne mich nicht schuldig."

Opfer glaubte nicht an "Schlauch-Verwechslung"

Hinter dem Grapsch-Angriff vermutete er Absicht.

Die Richterin bewahrte schlussendlich trotz hitziger Stimmung kühlen Kopf und urteilte gelassen: Teilbedingte Geldstrafe für den Grapscher und ein Freispruch für den Angegriffenen.

Urteil noch nicht in trockenen Tüchern

Bis Freitag haben beide Seiten Zeit eine Berufung gegen den Richterspruch einzureichen. Daher ist das Urteil noch nicht im Trockenen. Sollte eine Seite eine Neuverhandlung fordern, würde der Sauna-Prozess wohl neu aufgegossen werden.

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