Ein 67-jähriger Pensionist hat in der Nacht auf Dienstag in Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf) auf drei Feuerwehrmänner geschossen. Die Einsatzkräfte kamen mit dem Schrecken davon. Sie hatten seit dem Abend nach einem vermissten zehnjährigen Mädchen gesucht. Dieses tauchte schließlich wohlbehalten wieder auf.
Als die Feuerwehrleute im Alter von 17, 18 und 27 Jahren ein abgelegenes Grundstück betraten, wurden sie von drei Schüssen überrascht. Sie riefen noch: "Wir suchen jemanden!" und brachten sich dann in Sicherheit. Die Polizei forschte den Schützen aus, der sich geständig zeigte. Er habe aus Furcht mit seinem Revolver (Kaliber 357 Magnum) geschossen, so der Mann. Gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt. Es wird noch ermittelt und ein entsprechender Bericht der Staatsanwaltschaft vorgelegt.
Insgesamt 82 Feuerwehrleute, 30 Rot-Kreuz-Mitarbeiter und die Polizei hatten nach dem Mädchen gesucht, das seit Montagnachmittag abgängig war. Da bis 23.00 Uhr jede Spur von der Zehnjährigen fehlte, wurde die Aktion abgebrochen. Sie sollte in der Früh fortgesetzt werden. Um 2.00 Uhr konnte aber Entwarnung gegeben werden: Die Schülerin tauchte daheim auf. Sie wurde zur Vorsicht ins Krankenhaus eingeliefert. Im Oktober war das Kind bereits einmal verschwunden und erst nach mehrstündiger Suche gefunden worden.