Österreich

Pensionist getötet: Verfahren gestoppt

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:08

Vier Monate lang rauchten die Köpfe der Juristen: Nachdem ein Polizist (29) in Laakirchen einen Pensionisten (84) in Notwehr erschossen hatte, stellte die Welser Staatsanwaltschaft jetzt das Verfahren gegen den Schützen ein. Dass es sich bei der Waffe des Opfers bloß um eine Attrappe handelte, war nicht ersichtlich!

In einem derartigen Fall trägt der Angreifer das Risiko, dass sein an sich unbedeutender Angriff nicht als solcher erkannt werden musste, heißt es staubtrocken in der Begründung der Welser Staatsanwaltschaft. Wie berichtet, starb der schwerhörige und gehbehinderte Mann, weil er zuerst einen Zeitungszusteller und dann Polizisten für Einbrecher hielt, sie mit einer Waffen-Attrappe bedrohte und verscheuchen wollte.

In Todesangst gab der Polizist zwei Schüsse ab - ein Projektil durchschlug die Lunge und das Herz des Mannes! Der Staatsanwalt nennt den Tod des Mannes gerechtfertigte Notwehr, das Verfahren wurde daher eingestellt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen