Nachdem er seine Freundin vergangenen August halb tot geschlagen hatte, ist ein Pensionist am Mittwoch zu drei Jahren Haft verurteit worden. "Ich war bedrückt, wie sie mit mir umgeht", gab der 61-Jährige vor Gericht zu Protokoll.
Nachdem er seine Freundin vergangenen August halb tot geschlagen hatte, ist ein Pensionist am Mittwoch zu drei Jahren Haft verurteit worden. "Ich war bedrückt, wie sie mit mir umgeht", gab der 61-Jährige vor Gericht zu Protokoll.
Ob bei dem Opfer von seiner Freundin zu sprechen ist, dürfte allerdings fraglich sein. Die 20 Jahre jüngere Frau war verheiratet, verbrachte jedoch mit dem Angeklagten viel Zeit. Als die Richterin feststellte, dass es sich also um ein freundschaftliches Verhältnis handelte, korrigierte der Pensionist, wie "orf.at" berichtet: "Nein, wie Partner. Ohne Sex halt."
15.000 Euro geborgt
Sieben Jahre hatte sich der Mann Hoffnungen gemacht, aber er wusste "dass sie fremdgeht und mit anderen Männern was hat." Er borgte ihr insgesamt 15.000 Euro, musste sogar selber in der Gruft essen gehen, um sein Leben als Bezieher einer Mindestpension weiter zu finanzieren.
"Hab hingetreten, stimmt"
Als er ihr zum Schluss noch einmal 220 Euro borgte und sie damit zu ihrem Ehemann ging, platze ihm der Kragen: "In mir ist was zerplatzt." Er klopfte an ihre Wohnung und schlug wie von Sinnen auf sein Opfer ein, als sie die Tür öffnete. "Wie ich sie gesehen hab, habe ich nur noch rot gesehen." Schließlich nahm er noch ein Klappmesser und rammte es der Frau in den Bauch.
Ihr Leben verdankt sie ihren Nachbarn, die durch die Schreie alarmiert zu Hilfe kamen, als der 61-Jährige sie an den Haaren in die Wohnung zurückzerren wollte.
Die Frau leidet seitdem an psychischen Problemen und muss Medikamente nehmen. Ihr wurde eine finanzielle Gutmachung von 7.500 Euro zugesprochen.