Mehr Lob geht nicht. Als Pep Guardiola nach "Tormonster" Erling Haaland und dessen spektakulären Seitfallzieher gefragt wurde, geriet der Trainer von Manchester City regelrecht ins Schwärmen. "Wir haben zwei unglaubliche Dekaden der Topscorer Cristiano Ronaldo und Lionel Messi erlebt - aber er ist auf der gleichen Stufe", sagte Guardiola über seinen 22 Jahre alten Super-Stürmer, der in England alle Rekorde bricht.
Nach einer Leistenblessur meldete sich Haaland beim 4:1 gegen Southampton eindrucksvoll mit zwei Treffern für den Champions-League-Kracher am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) gegen den FC Bayern zurück. "Ich bin sehr glücklich, dass er uns nach seiner Verletzung wieder hilft", betonte Guardiola. Vor allem gegen die Bayern wird es auf den früheren Dortmunder ankommen, wenn sich City endlich den Traum vom Titel in der Königsklasse erfüllen will.
Die Münchner sind vor dem Duell gegen Ex-Coach Guardiola gewarnt. "Ich weiß nicht, ob er einen Magnet im Schuh hat – sein Torriecher ist stellenweise unglaublich", sagte Leon Goretzka über Haaland - und Thomas Müller ergänzte mit großem Respekt: "Eine Pep-Mannschaft mit Haaland ist für mich immer noch eine Pep-Mannschaft. Aber mit Erling haben sie eine absolute Waffe."
Auch in der eigenen Mannschaft genießt er hohe Anerkennung. Wie groß der Faktor Haaland bei City sei? "Ich glaube, ein Blick auf seine Zahlen genügt, um die Frage zu beantworten. Erling hat das Stürmer-Gen in sich", sagte Kapitän Ilkay Gündogan im SID-Interview.
Gegen Schlusslicht FC Southampton traf Haaland nach mehrwöchiger Pause zunächst per Kopf (45.). Dann sorgte der Tor-Wikinger in der 68. Minute mit einem akrobatischen Seitfallzieher für das nächste Highlight seiner jungen Karriere. Längst schreibt Haaland Geschichte: Es steht nunmehr in der Premier League bei 30 Toren in 27 Einsätzen, 44 Treffer sind es schon in 38 Pflichtspielen für City.
Die Ausnahmequalitäten des bulligen Angreifers hatte schon RB Leipzig beim 0:7 im Achtelfinale der Champions League zu spüren bekommen, als Haaland fünfmal traf. Danach war er als "magisch", "Tormonster", "Kanonenkugel" oder als Spieler "von einem anderen Planeten" gefeiert worden. Und nun eben als neuer Messi und Ronaldo.
Textquelle: AFP