Perchtoldsdorf: Mandat geht zur VP, jetzt doch Absolute

Martin Schuster kann sich trotz Stimmenverlusten über eine absolute Mehrheit freuen.
Martin Schuster kann sich trotz Stimmenverlusten über eine absolute Mehrheit freuen.Bild: Bwag/Wikimedia, VPNÖ

Die Auszählung der Vorzugsstimmen brachte eine Mandatsverschiebung mit sich: Die VP profitiert, erhält ein Mandat zusätzlich, die absolute Mehrheit geht sich damit aus.

"Eine einzige Stimme war letztlich für diese Verschiebung ausschlaggebend", heißt es seitens der Leidtragenden, der Grünen, die ein bereits sicher gewonnen geglaubtes Mandat an die ÖVP abrücken müssen. Beim neuerlichen Auszählen der Stimmen im Zuge des Auszählens der Vorzugsstimmen fiel der Fehler (wahrscheinlich bei der Zuordnung) auf.

In der 15.000-Einwohner-Stadt Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling) heißt es nun: 19 Mandate für die VP (minus 4), 6 für die Grünen (plus 2), 3 für die SP (minus 1), eines für die FP (minus 1), fünf für die Perchtoldsdorfer Bürgerliste Gabriele Wladyka (plus 3) und 3 für die Neos (plus 1). 37 Mandate waren zu vergeben.

Trotz eines starken Stimmenverlustes von über zehn Prozent konnte damit die Perchtoldsdorfer VP mit Bürgermeister Martin Schuster damit knapp aber doch die absolute Mehrheit halten.

"Der Beschluss fiel einstimmig in der Gemeindewahlbehörde", so Martin Schuster gegenüber "Heute". Ob genau eine Stimme ausschlaggebend gewesen war, die das Pendel in Richtung der VP ausschlagen ließ? "Ob es genau nur eine war, weiß ich nicht, es kann sich auch um zwei oder drei Stimmen gehandelt haben." Mittlerweile steht fest: Es waren vier Stimmen mehr, die nun der VP zugerechnet werden – damit kam es auch zur Mandatsverschiebung.

Wie es jetzt weitergeht? Schuster: "Wir werden zuerst mit den Grünen, der zweitstärksten Fraktion, Gespräche aufnehmen, aber mit allen Parteien sprechen." Ein Arbeitsübereinkommen oder eine Koalition – beides sei möglich. Ein Muss ist eine Koalition freilich nicht, 19 der 37 Mandate bedeuten die absolute Mehrheit, einen Partner für die VP würde es also nicht brauchen.

Bei den Vorzugsstimmen führt indes Martin Schuster klar die Ergebnisliste an (1.099 Vorzugsstimmen), die Spitzenkandidaten der anderen Parteien: SP (63 Vorzugsstimmen), Grüne (87), FP (34), Bürgerliste (64), Neos (89).

Dienstagmittag bestätigte auch das Land NÖ die Mandatsverschiebung: In Perchtoldsdorf korrigierte die Gemeindewahlbehörde das vorläufige Wahlergebnis vom Sonntag. „Durch Stimmenverschiebungen erreichte die VP das 19. Mandat – und damit die absolute Mandatsmehrheit", so der Vorsitzende der Landes-Hauptwahlbehörde und Landtagspräsident Karl Wilfing (VP).

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
PerchtoldsdorfGood NewsNiederösterreichSt. Pölten-Wahl 2021

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen