Sonntagfrüh landete mit Schimon Peres (91) das älteste Staatsoberhaupt der Welt in Wien-Schwechat. Abgeholt wurde Israels Präsident vom jüngsten Außenminister der Welt Sebastian Kurz (27).
das älteste Staatsoberhaupt der Welt in Wien-Schwechat. Abgeholt wurde Israels Präsident vom jüngsten Außenminister der Welt Sebastian Kurz (27).
Große Ehre für das offizielle Österreich: Just in Wien verabschiedet sich der im Juli aus dem Amt scheidende Staatsmann de facto von der gesamten EU. Von vier Eurofightern des Bundesheeres eskortiert (Peres postete Fotos auf Facebook und Twitter), empfing ihn Kurz am Flughafen. Das Geschenk für den Friedensnobelpreisträger: eine Haggada (Gebetsbuch) für das anstehende Pessach-Fest aus dem Jahr 1923, dem Geburtsjahr des Präsidenten.
Nach einem Termin bei der OSZE fuhr der von Spezialeinheiten und Hunderten Polizisten beschützte Politiker zum Judenplatz, wo ihn sein „guter Freund“ und Gastgeber Heinz Fischer begrüßte. In einer bewegenden Rede, mit Tränen kämpfend, lobte Peres Österreichs Wandel in den vergangenen 25 Jahren: "Vom Vergessen zum Erinnern." Und: Der Staat Israel sei ein Sieg gegen die Nazis, Heimat für die Erinnerung an sechs Mio. jüdische Opfer.
Danach lud die jüdische Gemeinde (IKG) ins Dorotheum, wo Peres mit Danielle Spera diskutierte. Peres: "Nicht Politiker werden uns Frieden bringen. Seht nach Ägypten: Ein junger Mann mit Smartphone ist mächtiger als ein Soldat mit Waffe."
(enu,isa)