Einzelne Gemeinden in Niederösterreich wurden heuer besonders schwer vom Hochwasser getroffen. Im Gespräch mit NÖ-Redaktionsleiterin Elisabeth Czastka erklärt VP-Landesrat Stephan Pernkopf, wie er vorbeugen will, ohne das Land „zuzupflastern“. Insgesamt 300 Hochwasserschutz-Projekte werden bis 2015 realisiert.
„Heute“: Was sagen Sie zu den Vorwürfen der FP, das Land mache zu wenig für die vielen Freiwilligen Feuerwehren?
Pernkopf: „Wir haben 44 Millionen Euro in die Landesfeuerwehrschule und 35 Millionen Euro in das Digitalfunknetz investiert. Mit dem Finanzminister haben wir 600.000 Euro jährlich mehr Bundesmittel ausverhandelt. Und aus dem Landesbudget stellen wir jährlich 18 Millionen Euro zur Verfügung.“
Braucht jede Feuerwehr ein eigenes Haus oder könnte man sich das nicht auch teilen?
„Die SP hat gemeint, manche Feuerwehren seien zu klein. Feuerwehren können gar nie zu klein sein.“
Hat das Land punkto Hochwasserschutz genügend getan?
„Sie werden es nicht glauben: Dieser Vorwurf, wir würden zu wenig tun, ist noch nie gekommen. Das hab’ ich bei keiner meiner Begehungen gehört. Das waren solche Extrem-Regenschläge. Das kann man nicht verbauen. Da würde das ganze Land mit Mauern zugepflastert sein. Das wäre unsinnig.“
Sind die Sofortauszahlungen schon abgeschlossen?
„Sobald die Schadenskommission in den Gemeinden unterwegs waren, haben die Bürger das Geld zwei bis drei Tage später auf dem Konto. Sie können mir glauben: Ich kenne keinen einzigen Fall wo es nicht so gewesen wäre.“