Mit 16 Prozent Bio-Produkten hat NÖ nicht nur europaweit (3 bis 4 Prozent) die Nase vorne! Landesrat Stephan Pernkopf (VP) lobt im Heute-Interview das Engagement unserer Bauern, rät zum gscheiten Einkaufen, um der Preisspirale zu entgehen, bezeichnet Atomenergie als unverantwortlich und freut sich auf seine bevorstehende Hochzeit.
Heute: Nach EHEC oder Fukushima sind die Konsumenten verunsichert: Ist denn überall das drinnen,was draufsteht?
Pernkopf: „Ja, vor allem bei uns in NÖ! Wir sind auch Bio- Weltmeister. So viele Bio-Produkte gibt es sonst nirgendwo!“
Wofür der Konsument aber tief in die Tasche greifen muss …
„Da muss ich widersprechen: Wer g’scheit einkauft, darf sich über ein perfektes Preis-Leistungs- Verhältnis freuen. Und wer der Kampagne ,So schmeckt NÖ‘ vertraut, ist immer auf der sicheren Seite. Bio und Regionalität haben für mich absoluten Stellenwert. Unsere Bauern leisten da hervorragende Arbeit und tragen auch viel zur ökologischen Energieversorgung bei.“
Warum explodieren dann die Preise? Weil man sich von der Atomkraft verabschiedet?
„Atomkraftwerke sind unverantwortlich. Auch die Kosten sind höher als von anderen Energiequellen. Und wer das Gegenteil behauptet, steht auf der Gehaltsliste der Atom-Lobby!“
Aber selbst die viel gelobten Holz-Pellets sind ziemlich teuer geworden.
„Aber immer noch günstiger als Gas, Öl oder Strom. Ich bin stolz darauf, dass wir heute schon 90 Prozent des Strombedarfes aus erneuerbarer Energie decken.“
Was wird unsere Autos in zehn Jahren antreiben?
„Elektrische Energie. 100.000 E-Autos würden nur 2 Prozent des gesamten österreichischen Strombedarfes benötigen.“
Ihre drei Haupt-Themen bis zur nächsten Landtagswahl?
„Kampf um Bauerngelder, denn die Landwirte sorgen für unser Essen. Ausbau erneuerbarer Energie, das sind wir der Jugend schuldig. Sowie Mülltrennung, da müssen wir alle glaubwürdige Botschafter sein!“
Obligate letzte Frage unserer Sommergespräche: Wo zieht es Sie im Urlaub hin?
„Demnächst läuten die Hochzeitsglocken, und dann geht’s auf zu einem Geheimtipp, den ich nicht verrate.“ Na dann, boa viagem! (Anm. portugiesisch für „Gute Reise!“)
Karl Müllauer