Personal-Rochaden bei der SP

Der Urnengang zum EU-Parlament sorgt jetzt auch auf Landesebene für Wirbel. Am Montag traten die verantwortlichen Gremien der Landes-SP zusammen und zogen erste personelle Konsequenzen. Die VP will aus dem Wahlsieg - trotz prozentueller Verluste - Kapital schlagen und droht den Roten mit Auflösung des Proporzes.

Tiefe Wunden hat die EU-Wahl bei der SP in Niederösterreich hinterlassen. Nach eingehender Analyse der Ursachen für den herben Verlust in Landesparteivorstand und -präsidium versucht man nun, mit ersten personellen Rochaden aus dem Gröbsten herauszukommen. Neben Karin Kadenbach, die als Niederösterreichs Spitzenkandidatin ins EU-Parlament einzieht, verlässt auch Emil Schabel den Landtag. Dafür sollen Herbert Thumpser und Christa Vladyka für frischen Wind im Klub sorgen. Die vakante Stelle im Bundesrat wird mit Adelheid Ebner nachbesetzt. Damit wollen wir inhaltlich ein schärferes Profil zeigen, erklärt Niederösterreichs SP-Chef Josef Leitner. Der Oppositionskurs unserer Partei hat Wirkung gezeigt. Wir starten jetzt unser Kunden-Rückholprogramm. Die VP zeigt sich über das neue Profil der SP wenig erfreut. VP-Manager Gerhard Karner ortet die fünfte Niederlage der SP in Folge und VP-Klubobmann Schneeberger stellt sogar die Zusammenarbeit ganz grundsätzlich in Frage: Sie haben sich mit ihrer Haltung vom Proporz verabschiedet.

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