Neuer Grünen-Chef in Wien ist Gaming-Fan

Peter Kristöfel: Vom Bezirksrat zum Parteichef der Wiener Grünen
Peter Kristöfel: Vom Bezirksrat zum Parteichef der Wiener GrünenFacebook/Peter Kristöfel
Peter Kristöfel ist seit Montag neuer Chef der Grünen in Wien. Der Mathematiker will mehr auf Teamgeist setzen. Sein Hobby sind Rollenspiele am PC. 

Die Wiener Grünen haben einen neuen Chef: Wie angekündigt, legte die ehemalige Vizebürgermeisterin Birgit Hebein am Montag den Vorsitz der Landespartei zurück. Peter Kristöfel (43), Bezirksrat aus Wien-Döbling und Landesparteisekretär, nimmt nun interimistisch am Chefsessel Platz. Anders als seine Vorgängerin ist der Mathematiker und Physiker derzeit nur grünen Insidern ein Begriff. Das soll sich nun ändern, Kristöfel hat mit der Landespartei viel vor. "Heute"erreichte den neuen Chef der Wiener Grünen Dienstagvormittag am Telefon.

Mathematiker als Grünen-Chef

"Ich bin Naturwissenschafter und bin darauf trainiert, aufgrund von Fakten Entscheidungen zu treffen", so Kristöfel zu "Heute". "Vom Stil her möchte ich mehr auf Teamarbeit und gemeinsames Vorgehen setzen. Ich möchte, dass mehr Leute bekannt werden von den Grünen." Inhaltlich möchte der gebürtige Grazer aber den Kurs seiner Vorgängerin fortsetzen. Ein besonderes Anliegen ist Kristöfel der Klimaschutz. "Auf Wiener Ebene muss man schauen, ob Geld für Straßen oder für den Ausbau von Öffis verwendet wird." Er will die Grünen auf "kantige Oppostionspolitik" einschwören. "Rot-Pink will ja viele rot-grüne Projekte fortführen." Kristöfel will der Stadtregierung hier genau auf die Finger schauen. 

Teamwork auch am Spielbrett

Privat entspannt der neue Grünen-Parteichef gerne bei Games am PC. "Am liebsten spiele ich Rollenspiele am Computer", erzählt er. Einer seiner Favoriten ist beispielsweise der Nintendo-Klassiker "The Legend of Zelda". Auch kooperative Brettspiele begeistern den Grünen. Bei diesen geht es weniger um den individuellen Sieg als vielmehr um Teamwork und Kooperation – eine Übung, die man als Politiker sicher gut gebrauchen kann. "Siedler von Catan, Ghost Stories und Carcassonne" hat Kristöfel hier spontan als Tipps parat. 

Klimaschutz an erster Stelle

Viel Zeit zum Spielen wird Kristöfel jetzt aber nicht bleiben. "Die nächsten Monate stehen ganz im Zeichen der Bewältigung von COVID-19 durch die Impfung. Die wirtschaftliche Erholung danach muss mit Green Economy und Green Jobs zur Bekämpfung der Klimakrise genützt werden, denn gegen den Klimawandel gibt es keine Impfung." Kristöfel bleibt auch weiterhin Bezirksrat in Wien-Döbling. "Döbling ist sehr lebenswert." Am Bezirks-Programm stehen neue Baumpflanzungen und der Ausbau des Radwegnetzes. 

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