Petersplatz in City wird zur nächsten Begegnungszone

Der Petersplatz wird bis Herbst 2022 zur Begegnungszone. Autos dürfen weiter hinein, für sie gilt dann aber Tempo 20. 18 neue Bäume sorgen für Grün. 

Die Idee der "autofreien City" ist passé, die Verkehrsberuhigung der Inneren Stadt aber noch lange nicht. Heute, Mittwoch präsentierten Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) mit City-Bezirkchef Markus Figl (ÖVP) die Pläne zur Umgestaltung des Petersplatzes. Dieser ist derzeit noch eher grau denn grün. Fahrflächen und parkende Autos bestimmen das Bild vor der barocken Peterskirche. Schon bald soll es hier eine grüne Cityoase und neue Begegnungszone geben. 

7.400 Quadratmeter werden bis Herbst 2022 umgestaltet

18 großkronige Bäume, Blumen- und Staudenbeete, Nebelduschen für heiße Sommertage und viel Platz für die Menschen: So soll der Petersplatz klimafit werden. Mitgestaltet werden auch die umliegenden Jungferngasse, Milchgasse, Tuchlauben, Freisingergasse sowie Goldschmiedgasse bis zum Trattnerhof und Bauernmarkt bis Brandstätte, insgesamt summiert sich die Fläche auf rund 7.400 Quadratmeter. Die Bauarbeiten sollen bis Herbst 2022 abgeschlossen sein.

"Neben dem Neuen Markt ist der Petersplatz der nächste wichtige Platz im 1. Bezirk, auf dem wir mit dem Bezirk gemeinsam ein Facelifting inklusive Verkehrsberuhigung umsetzen. Gemeinsam gestalten wir wieder ein Stück Wiens noch lebenswerter und machen es klimafit", betonte Sima. Auch der türkise Bezirkschef freut sich auf den neuen Petersplatz: "Dem vielfachen Wunsch nach mehr Grün und Aufenthaltsqualität wurde mit dem vorliegenden Projekt Rechnung getragen. Wichtig ist mir, dass es uns als Bezirk gelungen ist, die Bewohnerparkplätze im Gebiet zu erhalten. Nach den langen Jahren der Bauarbeiten und den damit verbundenen Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner haben sie sich einen sauberen, beruhigten und begrünten Platz verdient".

Gehsteigverbreiterung, 18 neue Bäume und 40 Radbügel für "urbanes Flair"

Der Platz rund um die 57 m hohe Peterskirche ist eine wichtige Verbindung für die Fußgänger im Herzen der City. Aktuell wird der Petersplatz aber vorwiegend als Parkraum mit schmalen Gehsteigen ohne Aufenthaltsqualität genutzt. Mit der Neugestaltung kommen verbreiterte Gehsteige, knapp 40 Radfahrbügel sowie rund zehn konsumfreie Sitzgelegenheiten. Zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Entsiegelung der Oberfläche werden Pflanzenbeete inklusive 18 Bäumen installiert. Zusätzlich wird es noch drei weitere Staudenbeete ohne Baumpflanzung geben. Im kommenden Sommer sorgen fünf Nebelstelen für die nötige Abkühlung.

Bereich rund um Peterskirche wird Begegnungszone, beim Bauermart kommt "FuZo"

Zwischen Jungferngasse, Petersplatz und Milchgasse verkehren die Autobuslinie 2A sowie Fiaker, Autos und Radfahrer. Künftig wird der Platzbereich rund um die Peterskirche zur Begegnungszone, die Freisingergasse zwischen Petersplatz und Bauernmarkt zur Fußgängerzone.

Die Oberfläche wird, abgesehen von der Fahrfläche Petersplatz in Richtung Milchgasse, mit hellen Betonsteinen gepflastert. Somit kann Regenwasser im entsiegelten Boden zwischen den Steinen versickern. Besonders Fußgänger sollen künftig vom neugestalteten Petersplatz profitieren. Aufgrund der Verbreiterung der Gehsteige und der niveaugleichen Ausgestaltung der Straße wird der gesamte Bereich barrierefrei, damit wird eine attraktive Verbindung zwischen Stephansplatz und Tuchlauben geschaffen.

Zusätzlich wird die Qualität der bestehenden Schanigärten durch Baumpflanzungen und Begrünung erhöht, im Projektbereich werden zwei neue Hotels eröffnet. 

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