Die Wege des Herrn sind ja bekanntlich unergründlich - die Wege ZUM Herrn sollten daher zumindest einfach sein. Das findet Pfarrer Joachim Angerer aus Eibenstein (Waidhofen/Thaya). Um Gläubigen den eher beschwerlichen steilen Weg zu Kirche und Friedhof zu erleichtern, wird ein Schräglift gebaut.
Die Wege des Herrn sind ja bekanntlich unergründlich – die Wege ZUM Herrn sollten daher zumindest einfach sein. Das findet Pfarrer Joachim Angerer aus Eibenstein (Waidhofen/Thaya). Um Gläubigen den eher beschwerlichen steilen Weg zu Kirche und Friedhof zu erleichtern, wird ein Schräglift gebaut.
Die "Himmelstreppe" ist keineswegs ein unrealistisches Hirngespinst: Die Flächenwidmung ist genehmigt, die Rodung durchgeführt und auch Sponsoren sind schon gefunden. Ein großzügiges Ehepaar wird die Kosten übernehmen. "Nächstes Frühjahr ist der Schräglift in Betrieb", freut sich Angerer über die Erleichterung für ältere und gehbehinderte Gläubige.
Der Geistliche ließ schon oft mit kreativen Einfällen aufhorchen – so ist das "Biker-Frohnleichnam" seit fast einem Jahrzehnt ein Fixpunkt in der Pfarre. Auch diese nicht gerade als sehr religiös geltende Zielgruppe möchte er mit dem Lift vermehrt dazu bringen, den Gottesdienst zu besuchen. "In der Lederkluft sind die Biker ja immer gut verpackt und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt."
Der Gottesdiener hat außerdem eine Gedenkstätte für verunglückte Motorradfahrer in Planung. "Ich möchte die Menschen nicht mit Zwang, sondern mit guten Ideen in meine Kirche bringen", erklärt der Pfarrer.
Miriam Krammer