Pfefferspray-Einsatz der Wiener Polizei sorgt für Kr...

Beim Aufmarsch der rechtsextremen "Identitären" sowie deren Gegnern kam es am Samstag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Polizei setzte dabei massiv Pfefferspray gegen linke Gegendemonstranten ein. Einige Videos vom Einsatz sorgten für reichlich Kritik am Vorgehen der Exekutive.

Beim sowie deren Gegnern kam es am Samstag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Polizei setzte dabei massiv Pfefferspray gegen linke Gegendemonstranten ein. Einige Videos vom Einsatz sorgten für reichlich Kritik am Vorgehen der Exekutive.

Die rechtseextreme Gruppierung der "Identitären" wollte am Samstagnachmittag unter dem Thema "Europa verteidigen" vom Urban-Loritz-Platz bis nach Schönbrunn marschieren. Letztlich kam der Zug der Rechtsradikalen aufgrund mehrere Gegendemos nur bis zum Westbahnhof.

Die Wiener Polizei war mit rund 1.000 Beamten aufmarschiert, um die Lager zu trennen. Die Exekutive schien mit den Blockaden und der sich zuspitzenden Lage allerdings zusehends überfordert. Schließlich setzten die Polizeibeamten massiv Pfefferspray gegen linke Gegendemonstranten ein. Laut Exekutive wurde dieser nur nach Angriffen "individuell eingesetzt", einige Video von der Demo zeigen allerdings eine andere Situation und führten zu breiter Kritik. 

 


— Robin Poppins (@poppins_robin)



nach Bekanntwerden der Videos gestand ein Polizeisprecher am Sonntag ein, dass Pfefferspray nicht nur "individuell" zur Verteidigung sondern auch zur "Durchsetzung der Versammlungsfreiheit" eingesetzt worden war.

Die Wiener Polizei postete auf Twitter außerdem das Foto eines faustgroßen Steines, von dem ein Beamter getroffen wurde. Auch mehrere sichergestellte Gegenstände von Gegendemonstranten, darunter ein Pfefferspray wurde von der Polizei gepostet. 

Bild ohne Worte...mit diesem Stein wurde unser Kollege getroffen.
— POLIZEI WIEN (@LPDWien)

Auch gegen die rechtsextreme Demo kam Pfefferspray zum Einsatz, als einige gewaltbereite Rechtsradikale die Polizeiabsperrung durchbrechen wollten und mit Fahnenstangen nach linken Gegendemonstranten schlugen. 

identitäre überrennen polizei. pfefferspray. wieso schreibt
— Christian Lapp (@christianlapp)
Ein "Identitärer" wurde nach dem Verbotsgesetzt angezeigt, sieben Teilnehmer der Gegendemonstrationen festgenommen. Insgesamt wurden 13 Personen verletzt, darunter vier Polizeibeamte, wie die Exekutive in einer Presseaussendung mitteilte. 

In der Aussendung betonte die Wiener Polizei, sie schütze "weder 'rechts' noch 'links', sondern ist vielmehr dem Schutz des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit verpflichtet."

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