Das traditionsreiche Pferderennen Grand National im nordenglischen Aintree sorgt auch in diesem Jahr wieder für negative Schlagzeilen. Bei den Bewerben am Freitag und Samstag (10. und 11. April) mussten zwei Pferde nach schweren Stürzen eingeschläfert werden.
Besonders tragisch verlief der Vorfall am Freitag. Wie der ORF berichtet, stürzte das Pferd "Gold Dancer" an der letzten Hürde, lief dennoch weiter und erreichte sogar als Sieger das Ziel. Erst dort stellten Tierärzte eine schwere Verletzung fest – das Tier hatte sich das Rückgrat gebrochen. Die britische Pferderennbehörde kündigte daraufhin Untersuchungen an.
Die Kritik an dem Rennen ist heftig. "Jahr für Jahr müssen wir mit ansehen, wie in Aintree Pferde für die Unterhaltung der Menschen und um der billigen Wetten willen sterben. Leider ist 'Gold Dancer' das jüngste Opfer dieses herzlosen Spektakels, das jeglichem Tierschutz zuwiderläuft", erklärte die britische Organisation "League Against Cruel Sports" in einem Statement.
Bereits in der Vergangenheit war das Grand National wegen ähnlicher Vorfälle in die Kritik geraten.
Vor drei Jahren starben gleich drei Pferde bei dem Rennen, was massive Proteste auslöste.
In der Folge wurden zwar Sicherheitsmaßnahmen verschärft, unter anderem durch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl – dennoch reißen die Diskussionen um das umstrittene Event nicht ab.