Mehr Drogenlenker

Pfingsten fordert 529 Verletzte auf Österreichs Straßen

Am langen Wochenende gab es auch 2024 wieder hunderte Verletzte und zigtausende Geschwindigkeitsübertretungen zu beklagen.

Newsdesk Heute
Pfingsten fordert 529 Verletzte auf Österreichs Straßen
In der Statistik zeigt sich immerhin ein leichter Rückgang bei den Unfallszahlen. (Symbolbild)
Getty Images

Das Pfingstwochenende ist traditionell vom enormen Verkehrsaufkommen geprägt. Und so blieben auch heuer zahlreiche Unfälle nicht aus. Die Bilanz des Innenministeriums zählt insgesamt 54.251 Geschwindigkeitsübertretungen, 446 Unfälle mit Personenschaden und 529 Verletzte.

Das sind immerhin rund 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Abseits davon gab es 428 Anzeigen wegen Alkoholeinfluss, 87 Drogenlenker und 296 Führerscheinabnahmen. Bei Geschwindigkeitsübertretungen und Trunkenheit gab es ebenfalls einen Rückgang, bei Fahren unter Drogeneinfluss jedoch einen Anstieg von 17,6 Prozent.

1979 gab es 45 Tote, heuer 1

Trauriger Höhepunkt war am Pfingstsamstag, als gegen 15.45 Uhr ein 20-jähriger Motorradfahrer auf der trockeneren Fahrbahn der B 120 im Bezirk Gmunden plötzlich die Kontrolle über sein Motorrad verlor und gegen die Leitplanke prallte. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu.

Ein Verkehrstoter zu Pfingsten im Jahr 2024 bedeutet – gemeinsam mit dem Jahr 2021 - das bisher niedrigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967). Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote am Pfingstwochenende 1984 beklagt werden. Im Vorjahr (2023) kamen drei Verkehrsteilnehmer im Pfingstverkehr ums Leben.

Heuer bisher 92 Tote

Die neue Möglichkeit, bei extremer Geschwindigkeitsüberschreitungen Autos vorläufig zu beschlagnahmen, wurde zu Pfingsten insgesamt fünfmal angewendet. In der gesamten Pfingstwoche vom 13. Mai bis zum 20. Mai 2024 verunglückten vier Menschen im Straßenverkehr tödlich: Drei Motorrad-Lenker und ein Pkw-Lenker.

Innenminister Gerhard Karner dankt den Polizisten, die im Einsatz standen, "aber auch den Verkehrsteilnehmern, deren Verhalten von Vorsicht und Rücksicht getragen war. Sie alle haben einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit auf den österreichischen Straßen geleistet".

Vom 1. Jänner bis 20. Mai 2024 gab es im österreichischen Straßennetz vorläufig 92 Verkehrstote. Im Vergleichszeitraum 2023 waren es 122, 2022 138, 2021 96, 2020 116 und 2019 126.

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    HEUTE/Helmut Graf

    Auf den Punkt gebracht

    • Während des Pfingstwochenendes gab es in Österreich 446 Unfälle mit Personenschaden und 529 Verletzte, was einen Rückgang von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt
    • Es gab auch 428 Anzeigen wegen Alkoholeinfluss, 87 Drogenlenker und 296 Führerscheinabnahmen
    • Die Anzahl der Verkehrstoten ist im Vergleich zu den Vorjahren jedoch gesunken, mit insgesamt 92 Verkehrstoten im österreichischen Straßennetz vom 1
    • Jänner bis 20
    • Mai 2024
    red
    Akt.
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