1.200 Euro wurden der 33-Jährigen als Patientin in der Pflegstufe 6 monatlich überwiesen. Die Wienerin hatte schon im Jahr 2008 die Diagnose Multiple Sklerose erhalten – konnte angeblich nicht mehr aus dem Bett. Das dürfte aber nicht gestimmt haben, wie am Wiener Landesgericht erklärt wurde. Dort stand die Wienerin wegen schweren Betrugs vor dem Richter.
Für die Auszahlung des Pflegegelds war anfangs die MA40 in Wien zuständig, ab 2012 kamen die Überweisungen von der PVA. Einer Ärztin fielen schon 2018 Ungereimtheiten auf – angeblich sollen sich Familienmitglieder der Frau gegenseitig als Pflegepersonen ausgegeben haben.
Bei Untersuchungen fielen Schwielen an den Fersen auf – die nur durch das Tragen von Stöckelschuhen kommen würden. Die Hornhaut verriet die Wienerin – daraufhin wurde der Frau das Pflegegeld gekürzt, gefordert wurde eine Rückzahlung in der Höhe von 17.000 Euro. Die 33-Jährige wurde auf Pflegestufe 2 zurückgestuft. Statt 1.200 Euro gab es dann nur noch 290 Euro, berichtete wien.orf.at. Die Frau klagte dagegen, die nächste Überprüfung hätte erst 2024 stattgefunden.
Doch im Februar 2023 wurde die Frau dann bei einem mutmaßlichen Diebstahl am Westbahnhof erwischt – angeblich soll sie ihre Bettlägerigkeit nur gespielt haben. Gestern vor Gericht gab die 33-Jährige dann wirre Antworten auf klare Fragen, fing an im Saal herumzuschreien – wurde sogar aus dem Saal gewiesen. Urteil: 22 Monate wegen gewerbsmäßigen Betrugs und anderen Delikten – bedingt auf drei Jahre. Der Spruch ist nicht rechtskräftig!