Die Angehörigen einer schwerkranken 79-Jährigen sind außer sich: "Das ist eine abscheuliche Tat, die besonders perfide ist". Vor wenigen Tagen wurde der Wehrlosen am helllichten Tag von ihrer Pflegerin die gesamte Wohnung in Wien-Donaustadt ausgeräumt – während sie im Rollstuhl im Nebenraum auf Hilfe angewiesen gewesen wäre.
Der seit 35 Jahren unter Multiple Sklerose leidenden Frau wurde neben Bargeld, Schmuck und fast allen Wertgegenständen sogar Toaster, Unterwäsche, und Nachthemden entwendet. "Lili wollte noch Hundert Euro zum Einkaufen, die ich ihr gab. Doch dann kam sie nie wieder. Alle meine Sachen waren weg", so die Bestohlene.
Von der Ungarin (53) und ihren kräftigen Komplizen fehlt jede Spur. Hätte die Verwandtschaft nicht sofort ihren Urlaub abgebrochen, wäre die Pflegebedürftige wohl tagelang alleine gewesen. "Meine Mutter hätte sterben können", so der schockierte Sohn im "Heute" - Gespräch.
Er fand heraus, dass die Pflegehilfe verschiedene Reispässe mit unterschiedlichen Angaben und unterschiedlichen Staatsbürgerschaften (hier: Serbien) besitzt und befürchtet nun weitere Opfer. Denn auch in Oberösterreich und Niederösterreich soll die 53-Jährige mit einer offenbar organisierten Bande zuvor "aktiv" gewesen sein. Die Polizei bestätigte die Anzeige, das Landeskriminalamt ermittelt. Die Unschuldsvermutung gilt.