Pflicht-Deutsch in Schul-Pausen statt "Jugo Sprech"

Die FPÖ erneuert einen Antrag zu Deutsch-Pflicht auch in Schulpausen.
Die FPÖ erneuert einen Antrag zu Deutsch-Pflicht auch in Schulpausen.Getty Images/iStockphoto
Deutsch soll nicht nur im heimischen Unterricht, sondern auch in der Schulpause Pflicht sein. Eine alte Forderung gräbt nun die FPÖ wieder neu aus.

"Nicht nur im Unterricht, sondern auch in Schulpausen und bei Schulveranstaltungen muss Deutsch gesprochen werden!", appelliert am Donnerstag FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl im Nationalrat. Seine Partei brachte entsprechend den Antrag "Deutsch als Schulsprache" ein: "Die Schule ist ein Ort der Bildung, des Erlernens sozialer Fähigkeiten, der Kommunikation und auch der Integration. Das und vieles mehr macht eben die Schule aus, aber das alles Umspannende in unseren Bildungseinrichtungen ist die gemeinsame Sprache."

Kinder sollten in den Schulen die deutsche Sprache deshalb nicht nur erlernen, "sondern auch mit ihr umgehen können und sie wirklich beherrschen", so Brückl. Kernpunkte des Antrags: Deutsch solle Pflicht im Unterricht, aber auch in den Schulpausen und bei Schulveranstaltungen werden. "Die Zahlen, die vorliegen, sind nämlich erschütternd und daher ist diese Maßnahme für uns notwendig und wichtig, die überdies auch rasch und kostengünstig umgesetzt werden kann", so Brückl. Jedes siebente Wiener Volksschulkind könne zu wenig Deutsch für den Unterricht, so Brückl.

"'Jugo-Sprech' und Türkisch"

Was ihn zudem schockiere: 60 Prozent der Kinder, die wegen mangelndem Deutsch dem Unterricht nicht mehr folgen könnten, seien in Österreich geboren. "Dieser Umstand ist nicht nur eine Bankrotterklärung für Österreichs miserable Integrationspolitik, sondern auch eine gesellschaftliche Katastrophe, die jedoch am wenigsten noch die Betroffenen selbst trifft, denn die bleiben ohnehin unter sich und kommen mit 'Jugo Sprech' und Türkisch auch so durch ihr 'Parallel-Leben', aber das geht auf Kosten der deutschsprachigen Mitschüler", so der FPÖ-Abgeordnete. 

Dass die Regierung plane, Schulen mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen, helfe wenig, hieß es. "Wenn nämlich ein Drittel der Schüler eine andere Umgangssprache als Deutsch hat, dann sagt das schon sehr viel über unsere schulische und gesellschaftliche Situation. Deutsch ist aber der Schlüssel für Bildung, Wohlstand, Erfolg und Zufriedenheit. Aus diesem Grund haben wir auch diesen Antrag betreffend 'Deutsch als Schulsprache' einzuführen, eingebracht", so Brückl. Eine Mehrheit dürfte sich dafür allerdings wohl nicht finden.

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