Österreich

Pfusch-Ärzte in Innsbrucker Klinik angeklagt

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:42

Nach dem Tod eines dreijährigen Buben an der Innsbrucker Kinderklinik hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Ärzte wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen erhoben.

an der Innsbrucker Kinderklinik hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Ärzte wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen erhoben.

Der kleine Amel sei im April 2010 trotz bestehender und bekannter Niereninsuffizienz eine zu hohe Dosis phosphathaltigen Einlaufs - der Bub wurde wegen einer Verstopfung behandelt - verabreicht worden, teilte Hansjörg Mayr, Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, am Freitag die Ermittlungsergebnisse mit.

Die Strafandrohung liege bei drei Jahren Haft. Die beiden Mediziner seien derzeit nicht an der Kinderklinik Innsbruck im Dienst. Das teilte der Krankenanstaltenbetreiber Tilak am Freitag in einer Stellungnahme mit. Eine der beiden Personen habe das Unternehmen verlassen, die andere habe sich für einen längeren Zeitraum karenzieren lassen.

Laut "ORF Radio Tirol" handelt es sich bei der karenzierten Person um den Oberarzt, die Assistenzärztin habe nach dem folgenschweren Vorfall gekündigt. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen