Die drei Tatverdächtigen (58, 25, 23) machten am vergangenen Donnerstag einem jungen Hausbesitzer (19) ein Angebot für eine Fassaden-Sanierung – 3.000 Euro. Dem ahnungslosen 19-Jährigen gefiel das Angebot und er bezahlte den Betrag sofort in Bar.
"Wir machen dann mal Mittagspause"
Laut Polizei sollen dann die drei Männer gesagt haben, sie würden erstmal eine "Mittagspause" einlegen. Kurz darauf verließen sie die "Baustelle" in der Dürwaringerstraße mit 3.000 Euro in den Taschen, ohne einen Finger krumm gemacht zu haben.
Die drei Arbeiter zogen weiter und versuchten den gleichen Trick einen Tag später bei einer 69-Jährigen, ihr Haus lag nur wenige hundert Meter weiter. Doch die Seniorin empfand das Auftreten und das Angebot des 58-jährigen Polen und der zwei jüngeren Iren als suspekt, woraufhin sie die Polizei alarmierte.
"Haben Fassade gereinigt"
Die Beamten konnten die drei Männer gegen 12.15 Uhr in der Blaselgasse anhalten und anschließend einvernehmen. Die zeigten sich nicht geständig. Im Gegenteil – sie fühlen sich zu unrecht beschuldigt, immerhin hätten sie die Fassade des 19-Jährigen für einige Hundert Euro gereinigt. Die Tatverdächtigen wurden auf freiem Fuß angezeigt.
Bekannte Masche
Sprecher der Polizei Daniel Fürst kennt die Masche: Die Betrüger würden wie Staubsaugervertreter von Haus zu Haus gehen. Fallen ihnen Makel oder Schäden an einem Haus auf, dann klopfen sie an die Tür oder sprechen den Hausbesitzer direkt an, wenn dieser im Garten aufzufinden ist.
Ein bekannte Herangehensweise, nennt Fürst als Beispiel, ist, dass die Betrüger behaupten, die Arbeiten müssten sofort erledigt werden, weil sie "zufällig" das richtige Arbeitsgerät bei sich haben und dieses am nächsten Tag wieder "zurückgegeben" werden muss. Zurückgeben mussten die drei Geschnappten allerdings nur die 3.000 Euro, die sie dem 19-Jährigen abgeknüpft haben.
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(bai)