Politik

Pharmagroßhandel droht mit Medikamenten-Lieferstopp

Der Medikamenten-Mangel in Österreich könnte schon demnächst weit dramatischere Ausmaße annehmen.

Heute Redaktion
In Österreich sind derzeit viele Arzneimittel nicht oder nur eingeschränkt verfügbar.
In Österreich sind derzeit viele Arzneimittel nicht oder nur eingeschränkt verfügbar.
Getty Images/iStockphoto

Mit Stand gestern waren 610 Medikamente in Österreich nicht oder nur eingeschränkt lieferbar. Und diese Misere droht sich auszuweiten. Das lässt zumindest ein "Trend"-Interview mit dem Vorstand des Pharma-Logistikers Herba Chemosan befürchten:

"Nicht kostendeckend"

Durch das staatlich festgelegte Preissystem und die gleichzeitige Erhöhung von Energie-, Treibstoff- und Personalkosten sei ein großer Teil der Lieferungen an die Apotheken "bei Weitem nicht mehr kostendeckend", sagt CEO Windischbauer.

"Perverse Situation"

Wenn sich an der Spanne für die Händler nichts ändere, könne "die perverse Situation eintreten, dass ein Medikament physisch zwar vorhanden wäre, aber niemand mehr bringt es irgendwohin", warnt er.

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    GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com / Leserreporter

    Generika-Preise sinken

    Im September komme die nächste Preissenkung. Bis dahin fordert Windischbauer eine Lösung. "Sonst werden die sehr günstigen Arzneimittel nicht mehr wie gewohnt in Apotheken verfügbar sein." Denn dann müsse man "beim Geschäftsmodell reagieren."

    Augenspezialisten fordern Kassenverträge

    Orthoptisten sind Augenexperten, die etwa Sehschwächen diagnostizieren und Schielen behandeln können. Bezahlt werden muss dieses Service privat. Sie klagen: Arztpraxen seien überfüllt, man könne aushelfen. Doch anders als bei Augenoptikern gelten Krankenkassen die Leistungen von Orthoptisten nicht ab. Das Gesundheitsministerium verweist in dieser Frage auf die ÖGK. Gesundheitsberufe können einen Kassenvertrag bekommen – aber eben nur in Absprache mit der ÖGK.