Physiotherapeuten sagen: "Es reicht, das genügt!"

Der Bundesverband der PhysiotherapeutInnen Physio Austria steigt auf die Barrikaden: Man fühlt sich durch die fehlende behördliche Schließung alleine gelassen.

"Es reicht!" und "Das genügt!", heißt es in einer Aussendung von Physio-Austria-Präsidentin Constance Schlegl. In den letzten Tagen hätten zahlreiche Physiotherapiepraxen ihre Einrichtung freiwillig geschlossen, weil sie sich in ihrer täglichen Arbeit mit Patienten einer Gefahr aussetzen würden. Was den Verband fehlt sei eine behördliche Schließung der Praxen.

So müssten die Physiotherapeuten aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Bevölkerung auf ihre Arbeit und ihr Einkommen verzichten, aber: "Ohne die behördlich angeordnete Schließung wird ihnen kein Teil der Ausfallszahlungen gewährt." Freiberufliche Physiotherapeuten würden ohne die behördliche Schließung vor dem Nichts stehen.

"Völlig alleine gelassen"

Mehrmalige Anfragen an die Behörden hätten keine Ergebnisse gebracht. "Das Wirtschaftsministerium fühlt sich nur zuständig für Wirtschaftskammerangehörige", kritisiert Schlegl. Man fühle sich "völlig alleine gelassen" in Bezug auf existenzsichernde Maßnahmen. Praxen würden auch nicht mit Schutzausrüstung oder Bedarfszuweisungen versorgt.

"Physiotherapeuten tragen wesentlich zum Gesundheits- und Versorgungssystem bei. Auch jetzt, indem sie sich eingestehen: Wir sind ein unverzichtbarer Gesundheitsberuf, aber nicht lebenserhaltend – unsere Arbeit an Hochrisikopatienten stellt eine ernstzunehmende Gefahr dar", so Schlegl, die sofortige Maßnahmen von den Behörden fordert.

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