Pickel auf der Stirn – Facebook stoppt Cyberbrillen

Nutzerinnen und Nutzer der Oculus Quest 2 berichten über Hautreizungen im Gesicht. Schuld daran ist eine Schaumstoffdichtung, es gibt einen Rückruf.

Facebook hat den Verkauf der Cyberbrille Oculus Quest 2 vorerst gestoppt. Dies, weil die Nutzung der Virtual-Reality-Brille zu Hautreizungen im Gesicht führen kann. Die betroffene Schaumstoffdichtung könne zudem zu Ausschlag, Schwellungen, Brennen, Juckreiz, Nesselsucht und Pickeln führen, wie die US-Behörde Consumer Product Safety Commission (CPSC) warnt. Dem Hersteller sind 5.716 Fälle bekannt, in 45 davon mussten die Personen medizinische Hilfe aufsuchen.

Userinnen und User, bei denen eine Reaktion auftritt, sollen sofort aufhören, die Cyberbrille zu nutzen, so die CPSC. Facebook ruft das betroffene Teil freiwillig zurück und bietet kostenlos eine neue Ersatzdichtung aus Silikon an. Betroffen von dem Rückruf sind vier Millionen Cyberbrillen, die zwischen Oktober 2020 und Juli 2021 verkauft wurden. Die betroffene Dichtung lag bei allen bisher verkauften Oculus-2-Brillen bei, wurde allerdings auch separat angeboten.

Man steht im Austausch mit den jeweiligen Regulierungsbehörden und stoppe den Verkauf deshalb weltweit, schreibt Facebook in einem Blogeintrag. Dies, bis die neue Dichtung aus Silikon in der Verpackung beiliege. Am 24. August soll der Verkauf der Oculus Quest 2 wieder anlaufen. Neu wird das Einstiegsmodell mit 128 GB Speicher, anstatt bisher 64 GB, geliefert. Mit 299 Dollar bleibt der Preis des günstigsten Modells unverändert.

Virtuelle Welt

Die Quest 2 ist die einzig verbleibende Virtual-Reality-Brille, die Facebook im Angebot hat. Der Verkauf der anderen Modelle, Rift S und Oculus Go, wurde eingestellt. Die Quest 2 kam im Oktober 2020 auf den Markt. Facebook hat das Virtual-Reality-Start-up Oculus im Jahr 2014 für rund zwei Milliarden Dollar gekauft.

Der Social-Media-Gigant Facebook hat ambitionierte Pläne und plant für die Zukunft eine komplett virtuelle Welt, wo Nutzerinnen und Nutzer Arbeiten, Geld ausgeben und sich mit Freunden treffen können. Die Pläne für dieses sogenannte Metaversewurden im Juli 2021 enthüllt. Das Projekt wird von Facebook-CEO Mark Zuckerberg als zentral für die Zukunft von Facebook angesehen. Auch andere arbeiten an einer virtuellen Welt, etwa der Game-Entwickler Epic Games.

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