Pickel ausdrücken kann zur Sucht werden

Young woman checking her skin. Skin care concept.
Young woman checking her skin. Skin care concept.istock
Das zwanghafte Ausdrücken von Pickeln kann sich zu einem ernsthaften psychologischen Krankheitsbild entwickeln.

„Skin Picking Disorder“, das ist die fachsprachliche englische Bezeichnung für zwanghaftes Bearbeiten der Haut, das zur Sucht werden kann. Dahinter verbirgt sich ein weitreichendes psychologisches Phänomen, das mit dem harmlosen Ausdrücken von Pickeln beginnen und sich dann schleichend in etwas Größeres entwickeln kann.

Perfektion ist das Ziel

Betroffene reagieren sofort alarmiert und gereizt, wenn sie einen Pickel oder eine Hautunreinheit sehen und möchten den Störenfried sogleich eliminieren. Sie agieren dabei mit 10-fachen Vergrößerungsspiegeln und Hilfs-Beleuchtung und erhoffen sich als Ziel ihrer Quetschereien ein auffallend ebenmäßiges Hautbild. Wenn sich das Hautbild durch die Prozedur jedoch verschlimmert, bedeutet das ein noch höheres Stresslevel. Das Schamgefühl kann dann soweit gehen, dass sich Personen sogar komplett isolieren.

Die psychische Belastung der Coronapandemie verschlimmere solche Situationen nur noch, ähnlich wie andere externe Faktoren, die oftmals der Auslöser für das Zwangsverhalten sind. Wie Melina Haskić, Gründerin der "Selfcare Society", Meisterkosmetikerin und medizinische Assistentin, gegenüber Woman erzählt. Dazu zählen unter anderem Stress, Einsamkeit, Langeweile, Traumata.

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