Formel 1

Piloten-Boss Wurz spricht nach Anschlag in Dschidda

Ein Drohnen-Anschlag auf eine Erdölanlage nahe der Strecke von Dschidda sorgte für Sicherheitsdiskussionen im Formel-1-Zirkus. Doch es wird gefahren. 
Heute Redaktion
26.03.2022, 12:19

Bereits während des ersten Freien Trainings am Freitag wurde die Öl-Fabrikshalle unweit der saudischen Millionenstadt mit Raketen angegriffen. Die Anlage des saudischen Aramco-Konzerns, einem der größten Formel-1-Geldgeber, befindet sich bloß zwölf Kilometer von der Rennstrecke entfernt. Zum Terroranschlag haben sich mittlerweile die jemenitischen Huthi-Rebellen bekannt.

Schon das zweite Training am Freitagabend wurde nach einer Sitzung der Teamchefs mit den Organisatoren abgehalten. Nach einer weiteren Besprechung wurde beschlossen, das Grand-Prix-Wochenende von Saudi-Arabien plangemäß fortzuführen. "Das ist hier der wohl sicherte Ort im Land", meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. 

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Formel 1 hält an Rennwochenende fest

Am Samstagvormittag meldete sich schließlich die Motorsport-"Königsklasse" selbst zu Wort, bestätigte, dass der Große Preis am Sonntag plangemäß um 19 Uhr gestartet werden soll - die Show muss weitergehen. 

"Die Formel 1 und die FIA können bestätigen, dass nach Diskussionen mit Teams und Fahrern der Große Preis wie geplant durchgeführt wird." Sowohl die Regierung, als auch Sicherheitsbehörden hätten "umfassend und detailliert versichert, dass die Veranstaltung sicher ist."

Wurz leitet Fahrer-Meeting

Am Freitagabend hielten auch die Fahrer ein Meeting ab, dieses organisierte die Fahrergewerkschaft GPDA unter Vorsitz des ehemaligen österreichischen Formel-1-Piloten Alexander Wurz. Vier Stunden lang wurde diskutiert. Wurz selbst meinte danach: "Gestern war ein schwieriger Tag für die Formel 1 und ein stressiger Tag für die Fahrer. Vielleicht ist es schwer zu verstehen, wenn man nie ein Formel-1-Auto auf diesem schnellen und herausfordernden Kurs von Dschidda lenkte, aber den Rauch des Zwischenfalls zu sehen, macht es schwierig, ein voll fokussierter Rennfahrer zu bleiben und menschliche Bedenken auszulöschen."

"Nachdem wir nicht nur die Verantwortlichen der Formel 1, sondern auch die saudischen Minister angehört haben, die uns erklärten, dass die Sicherheitsvorkehrungen auf ein Maximum geschraubt wurden, war das Ergebnis der Beschluss, dass wir die weiteren Sessions fahren", so Wurz weiter.

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