Wenige Stunden nach dem Ende des Lokführerstreiks sind am Montag wieder die Lufthansa-Piloten in den Ausstand getreten und haben erneut tausende Passagiere warten oder stehen lassen. Zu Mittag begann der 35-stündige Streik der Flugkapitäne zunächst auf der Kurz- und Mittelstrecke.
Wenige Stunden nach dem Ende des sind am Montag wieder die Lufthansa-Piloten in den Ausstand getreten und haben erneut tausende Passagiere warten oder stehen lassen. Zu Mittag begann der 35-stündige Streik der Flugkapitäne zunächst auf der Kurz- und Mittelstrecke.
Am Montag waren auch vier Österreich-Flüge betroffen: Die Verbindungen von Frankfurt nach Wien, von München nach Wien, von Frankfurt nach Graz und von Frankfurt nach Linz.
Am Dienstag sollen die Ausstände von 06.00 Uhr bis kurz vor Mitternacht auf die Langstrecke ausgeweitet werden. Die Lufthansa strich 1.511 Flüge, betroffen sind etwa 166.000 Passagiere. Die achte Streikwelle im Konflikt um den Vorruhestand der Piloten trifft vor allem Lufthansa-Passagiere auf Strecken von und nach Frankfurt.
Streit um den Vorruhestand
Die Lufthansa will, dass ihre Piloten später als bisher in den bezahlten Vorruhestand gehen. Dazu wurden komplexe Übergangsregeln angeboten. Beide Seiten warfen einander Kompromisslosigkeit vor. "Es ist nicht mehr nachvollziehbar, warum sich die Vereinigung Cockpit so kompromisslos einer Lösung des Tarifkonflikts versperrt", Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne. Ein Gewerkschafts-Sprecher kritisierte, bisher habe Lufthansa nur gemauert.
Lokführer wieder auf Schiene
Bei der Deutschen Bahn beendeten die Lokführer in der Früh ihren bisher längsten Ausstand in diesem Jahr. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hatte den Personenverkehr 50 Stunden bestreikt und den Güterverkehr 61 Stunden. Die Gewerkschaft will fünf Prozent mehr Einkommen und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit.