Seit Langem war das Große Festspielhaus, wo Sonntagabend "Pique Dame" Premiere feierte, ausverkauft. 2.500 Glückliche mussten aber bis zu 430 Euro für eine Karte berappen. Wer nochmal 750 Euro drauflegte, kam in den Genuss des elitären Empfangs hernach in der Residenz.
Alle Augen waren natürlich auf den obligaten Festspiel-Auftritt der deutschen Kanzlerin gerichtet. Doch zu Gesicht bekamen sie leider nur wenige. Angela Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer standen nämlich im Stau (rund um das Seen-Gebiet ging es an dem Sonntag ziemlich heiß her). Erst zehn Minuten vor Beginn bog der schwarze Van mit der deutschen Bundeskanzlerin und ihrem Gatten sowie dem österreichischen Ex-Minister Martin Bartenstein und dessen Frau Ilse in die Hofstallgasse. Von dort ging es im Eiltempo direkt in den Innenhof. Eigentlich wäre ein Besuch im Büro von Festspielpräsidentin Helga Rabl Stadler geplant gewesen, aber es gab nur einen kurzen Fototermin.
Toilette-Fauxpas?
Tuschelthema am Rande: Kanzler-Gatte Sauer kam statt Smoking "nur" im dunklen Anzug und mit oranger Krawatte.
Den zweiten Tag in Folge genoss auch Star-Designerin Vivienne Westwood ihren Kultur-Trip. Darauf angesprochen, welche Musik ihre Lieblingsmusik wäre, meinte sie: "O, das kann ich gar nicht so genau sagen. Mir gefällt eigentlich immer alles, was ich in Salzburg sehe, ich bin ein großer Festspiel Fan."
Erst der Kunstgenuss, dann der kulinarische. Der deutsche Sternekoch Bobby Bräuer (ein Zögling Eckart Witzigmanns) kreierte ein feines Festspiel-Menü mit Kaviar, Bresse Huhn an grünem Spargel, Atlantik Steinbutt mit Zuckerschoten und „Kartoffelkas a la Bobby Bräuer".
(man)