Der Fall des Mordes und Selbstmordes eines deutschen Politikers scheint weitestgehend geklärt zu sein. Zumindest geht die Polizei davon aus, dass das Geständnis, das er einem Kollegen schickte, Mittäter ausschließt.
Der 44-jährige Politiker Gerwald Claus-Brunner tötete vermutlich am vergangenen Samstag sein Stalking-Opfer Jan L. Einen Tag später richtete er sich selbst. Am Montag wurden die beiden Leichen in der Wohnung des "Faxe" genannten Politikers gefunden.
Wie die Polizei nun bekanntgab, soll er den 29-Jährigen zunächst gewürgt und dann erschlagen haben. Dann transportierte er die Leiche mit einer Rodel in seine Wohnung. Die beiden kannten sich gut, das Opfer war ein ehemaliger Mitarbeiter von Claus-Brunner und hatte ihn im Juni wegen Stalkings angezeigt.
Fragwürdige Tweets
Auch auf Twitter wurde die seltsame Beziehung der beiden offenbar. Immer wieder bezeichnete Claus-Brunner Jan L. liebevoll als "Wuschelkopf", dieser versah viele dieser Tweets mit einem Herz. Nur einen Tag vor der Tat veröffentlichte er dann eine besonders verstörende Nachricht: "Meine Liebe, mein Leben, für dich lieber Wuschelkopf, für immer und ewig!"
Der letzte Tweet von Claus-Brunner: "Echter Kacktag heute, übertrifft sämtliche schlechten tage die ich je erlebt hatte bisher. Hoffe das Wochenende machts besser."
Geständnis per Brief
Die Zeitung "Welt" erfuhr zudem aus Ermittlerkreisen, dass Claus-Brunner die Tat in einem Brief an einen seiner Kollegen komplett zugegeben haben soll. Die Polizei schließt daraus, dass es keine weitere Mittäter gibt. Die Ermittlungen werden wohl eingestellt werden.