Pizzera & Jaus über ihre 1. CD "unerhört solide"

Fünf Hitsongs, 40 Wochen durchgehend in den Charts, 55.000 verkaufte Tickets für ihre neue Show. Das Musik-Kabarett-Duo fährt "eine ins Leben".

Sie haben sich zwar nicht gesucht, aber gefunden. Es war bei einer "Langen Nacht des Kabaretts", wo beide als Solo-Kabarettisten engagiert waren. Eine Schicksalhafte Begegnung, die zirka ein Jahr später in ihren Nummer 1-Hit "Jedermann" mündete.

Vom Erfolg völlig überrolt, haben sich Paul Pizzera & Otto Jaus die vergangenen Monate bei der Presse rar gemacht. Dies sollte sich mit der Präsentation ihrer lang erwarteten CD "unerhört solide" (ab 1. September im Handel) ändern. Pizzera & Jaus präsentierten im "Local" auf der Heiligenstädterstraße 31 ihre erste CD und gaben "Heute" eines ihrer raren Interviews.

Heute: "Stufen" handelt wie "Jedermann" auch von einer gescheiterten Beziehung. Seid ihr besser, wenn ihr traurig seid?

Otto Jaus: Uns geht's sehr gut, was man bei „Eine ins Leben" ja auch hört.

Paul Pizzera: Es ist natürlich einfacher, traurig zu schreiben, wenn einen etwas berührt.

Jaus: Liebeskummer ist wie Zahnschmerz, er tut also sehr weh.

Pizzera: Ich glaube, es entstehen deshalb so viele traurige Liebeslieder, weil es eine Therapie –Form ist.

Wie macht ihr das, wenn einer gerade glücklich und der andere traurig ist?

Jaus: Da muss sich der andere darauf einstellen, oder auch Schluss machen mit der Freundin (lacht).

Pizzera: Beim Schreiben von „Jedermann" habe ich einfach verlangt, dass sich der Otto auch trennt.

Jaus:Spaß beiseite, manchmal kommt der Paul mit einem Text, manchmal ich, dann komponiert der eine, dann wieder der andere, das ist ganz unterschiedlich.

Kommen wir zur Show "unerhört solide", ein Musik-Kabarettprogramm. Worauf dürfen sich die Fans freuen?



Pizzera: Die großen Shows wie die Stadthallen-Termine in Graz und Wien spielen wir voraussichtlich mit großem Orchester, bei allen anderen Auftritten sind wir beide mit Gitarre und Piano auf der Bühne, wir erzählen zwischen den Nummern viele Gschichtln. Was soll denn da die Band dazwischen machen?

Jaus: Wir sprechen zwei Arten von Publikum an. Entweder kennt es uns als Kabarettisten oder es kennt die Songs vom Radio. Es wird auf alle Fälle lustig werden.

Bis zum Sommer habt ihr auch eigene Solo-Projekte verfolgt, geht sich das während eurer Tournee auch aus?

Jaus:Unser Grundsatz ist, dass wir alles auf eine Karte setzen. Paul macht keine Solos, ich habe keine Rolle an der Volksoper angenommen. Es gibt jetzt einfach keinen Sicherheitsreifen mehr. Diese Saison gibt es uns nur zu Zweit.



Wie viel Zeit verbringt ihr abseits der gemeinsamen Arbeit miteinander?


Jaus: Wir sind per Sie nach dem Auftritt und hassen uns eigentlich (lachen). Nein, wir fahren sogar gmeinsam auf Urlaub, waren in Griechenland und in der Toskana, wir haben uns schon sehr gern.

Pizzera: Das ist ganz wichtig.

Jaus: Und wir haben von Anfang an immer sofort gesagt, was uns aneinander stört, wir stimmen unsere Kalender ab, sagen unseren Freundinnen, dass wir im Hotelzimmer waren, dabei sind wir auf ein Bier gegangen.

Kennen sich eure Freundinnen?

Jaus: Ja, aber sie haben sich erst einmal gesehen.

Abschliessend. Wie sieht bei euch die Arbeitsverteilung aus?

Beide: Zwei Egomanen, eine Bühe? Geht sie des aus? Logisch, mit an Busserl – Pizzera & Jaus.

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(man)

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