"Das Blut, die Tränen, das soll nun aufhören", teilte Öcalan in einer von seinem Bruder in Diyarbakir verlesenen Nachrichten mit. Nach langer Isolation ruft der PKK-Chef zu Frieden mit der türkischen Regierung auf.
"Das Blut, die Tränen, das soll nun aufhören", teilte Öcalan in einer von seinem Bruder in Diyarbakir verlesenen Nachrichten mit. Nach langer Isolation ruft der PKK-Chef zu Frieden mit der türkischen Regierung auf.
Öcalan machte deutlich, dass er zu einer Wiederaufnahme von Gesprächen bereit sei. "Wenn der Staat bereit ist, schickt er zwei Leute hierher. Ja, das ist ein schwerwiegendes Problem, aber unser Plan steht und wir lösen dieses Problem in sechs Monaten."
Seit 1999 ist Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali inhaftiert, hat keinen Kontakt zur Außenwelt. Die Behörden hatten seinem Bruder anlässlich des islamischen Opferfestes eine Besuchserlaubnis erteilt.
Die letzte Nachricht von Öcalan stammt aus dem Jahre 2015: Damals rief er seine Anhänger auf, den bewaffneten Kampf zu beenden. Doch wenig später scheiterte ein Waffenstillstand und damit auch der Friedensprozess zwischen der PKK und Ankara.
Kritik richtete Öcalan auch an die AKP-Regierung von Erdogan: "Wäre der Staat aufrichtig, wäre das Problem gelöst worden". Die PKK habe die Friedensgespräche mit der Regierung im Sommer 2015 jedenfalls nicht beendet, ließ er wissen.