Zu einem spektakulären Naturereignis ist es am Dienstag knapp nach Mitternacht im oberösterreichischen Obertraun (Bezirk Gmunden) gekommen. Aus dem Wehrkogel löste sich nach einem Bericht der Polizei ein ungefähr "Pkw-großer" Fels und stürzte auf ein Mehrparteienhaus. Eine 38-jährige Bewohnerin wurde dabei verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert, alle anderen Hausbewohner blieben unverletzt.
Zu einem spektakulären Naturereignis ist es am Dienstag knapp nach Mitternacht im oberösterreichischen Obertraun (Bezirk Gmunden) gekommen. Aus dem Wehrkogel löste sich nach einem Bericht der Polizei ein ungefähr "Pkw-großer" Fels und stürzte auf ein Mehrparteienhaus. Eine 38-jährige Bewohnerin wurde dabei verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert, alle anderen Hausbewohner blieben unverletzt.
Der Fels löste sich gegen 00.30 Uhr vom Wehrkogel, stürzte auf das Gebäude und durchschlug dessen Dach, ehe er auf der Terrasse zum Liegen kam. Zwei Wohnräume wurden zerstört. Zwei vor dem Haus geparkte Pkw wurden leicht, ein Pkw total beschädigt.
Zum Zeitpunkt des Felssturzes befanden sich laut Polizei insgesamt sieben Erwachsene und ein Baby im Haus. Eine 38-Jährige wurde verletzt und nach Erstversorgung durch die Gemeindeärztin mit der Rettung in das LKH Bad Ischl eingeliefert. Die anderen - durchwegs unverletzten - Bewohner wurden vorübergehend bei Bekannten untergebracht. Der Zutritt zum schwerbeschädigten Gebäude wurde behördlich untersagt.
Haus bleibt gesperrt
Im Einsatz waren die Feuerwehren Obertraun und Bad Goisern sowie mehrere Rettungsfahrzeuge. Das schwerbeschädigte Haus und seine Umgebung bleiben vorerst gesperrt. Das gab Bürgermeister Egon Höll (SPÖ) nach einer ersten Untersuchung durch Mitarbeiter der Lawinen- und Wildbachverbauung und den Landesgeologen am Nachmittag bekannt. Die Experten sollen auch über das weitere Vorgehen entscheiden. Das erfordere allerdings eine tiefergehende Untersuchung, deren Zeitbedarf noch nicht abzusehen sei. Geprüft werde eine Felsräumung, deren technische Machbarkeit und Finanzierung, aber auch ein endgültiger Abriss des beschädigten Hauses, so der Bürgermeister.
Quartiere für Bewohner gefunden
Mittlerweile sei es gelungen, für alle acht Bewohner Ausweichquartiere zu finden, berichtete Höll. Die Gemeinde habe angeboten, sie vorübergehend in der Volksschule unterzubringen. Das sei aber nicht notwendig, weil die beiden Familien Ersatzunterkünfte bei Freunden beziehungsweise Arbeitgebern bekommen hätten.
Unter Aufsicht und Begleitung der Feuerwehr und mit Helmen geschützt durften die betroffenen Hausbewohner am Nachmittag schnell persönliche Sachen, Dokumente, Medikamente und Kleidung aus dem Gebäude holen. Danach wurde das Areal großräumig gesperrt und dies auch entsprechend gekennzeichnet. "Wir gehen davon aus, dass sich alle daran halten", sagte der Bürgermeister.