Placido Domingo schwärmt vor Wien-Auftritten

Am 15. Jänner feiert Verdis "I Due Foscari" ("Die beiden Foscari") am Theater an der Wien Premiere. Am Mittwoch verriet Star Placido Domingo im Haus am Naschmarkt, wie stolz er auf sein Team ist und dass er früher gern den Helden spielte. In Wien wird Domingo fünf Mal auftreten, dann wandert die Produktion nach London weiter.

Am 15. Jänner feiert Verdis "I Due Foscari" ("Die beiden Foscari") am Theater an der Wien Premiere. Am Mittwoch verriet Star Placido Domingo im Haus am Naschmarkt, wie stolz er auf sein Team ist und dass er früher gern den Helden spielte. In Wien wird Domingo fünf Mal auftreten, dann wandert die Produktion nach London weiter. 

"Das gehört zu der schönsten Musik, die Verdi je geschrieben hat", schwärmt Domingo von der Koproduktion mit der Oper Los Angeles.

Ein Jahr nach dem großen Verdi-Jubiläum (200. Geburtstag) kommt eine Verdi-Rarität auf die Wiener Bühne.  "Wir sind ein Haus für Werke, die selten in Wien zu sehen sind", erklärt Intendant Roland Geyer. "Ich hatte Angst davor, dass im Verdi-Jahr alle das gleiche machen", erzählte Domingo. "Diese Oper ist eine Überraschung für die Leute."

Tragische Vater-Sohn-Geschichte

Die Oper handelt vom venezianischen Dogen Foscari, der gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu verbannen. "Er ist ein mächtiger Mann in einer machtlosen Position - eine sehr starke Figur", so Domingo. "Verdi hat früh seine Kinder und seine Frau verloren. Wie bei vielen großen Künstlern sind auch seine besten Werke aus tiefem Schmerz entstanden." Verdis Opern - von "Rigoletto" bis "Aida", von "Vespri Siciliani" bis "La Traviata" - behandeln oft Vater-Sohn oder Vater-Tochter-Beziehungen.

Domingo stolz auf "seine" Sänger

Die Produktion war schon in Los Angeles und Valencia auf der Bühne, doch für Wien wurde fast alle Sänger ausgetauscht. Auf "sein" Ensemble, darunter Davinia Rodriguez als Lucrezia und Arturo Chacon Cruz als Jacopo, ist Domingo besonders stolz. "Da sind wunderschöne Stimmen dabei", so der Förderer. "Arturo hat einmal bei mir vorgesungen - als Bariton! Da habe ich ihm gesagt, sei nicht faul, geh hoch, du bist ein Tenor! Jetzt hat er eine wunderbare Karriere."

"War gern der Held, der am Ende das Mädchen bekommt"

Der 72-jährige Domingo ist selbst mittlerweile den umgekehrten Weg gegangen und von den früheren Tenor-Rollen ins Bariton-Fach gewechselt. "Das Gute am Tenor ist, dass man immer der gute Kerl sein kann. Ich bin den Bösewichten immer ausgewichen. Ich war gern der Held, der am Ende das Mädchen bekommt", lachte er. In "I Due Foscari" steht der spanische Opernstar fünf Mal auf der Bühne des Theater an der Wien. In der Aufführung am 25. Jänner wird er von Louis Otey ersetzt.

"I Due Foscari"

Giuseppe Verdi

Regie: Thaddeus Strassberger

Mit Placido Domingo, Louis Otey, Arturo Chacon Cruz, Davinia Rodriguez, Roberto Tagliavini

Premiere am 15. Jänner, weitere Vorstellungen am 18., 20., 23., 25. und 27 Jänner

Theater an der Wien

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