Heuerte Promi-Gattin Helfer für Uni-Arbeit an?

Ein "Subunternehmer" soll die Diplomarbeit der Gattin von Hans Peter Haselsteiner verfasst haben. Nun droht ihr der Verlust des akademischen Titels

Die Beschäftigung von Subunternehmern ist in der Baubranche nichts Ungewöhnliches. Dass aber das Verfassen einer kompletten Diplomarbeit quasi „ausgelagert" wird, sorgt jetzt für viel Wirbel.

Das Aufdecker-Portal „dietiwag" äußert den Verdacht, dass die Ehefrau des Bauunternehmers Hans Peter Haselsteiner, Ulrike, ihre wissenschaftliche Arbeit an der damaligen Welthandels-Universität in Wien von fremder Feder verfassen ließ. Der eigentliche Autor des Werks soll dies durch zahlreiche Dokumente und Unterlagen belegen können.

Als Bezahlung für das Werk sollen Anfang der 1970er Jahre Bauarbeiten am Haus des mutmaßlichen Verfassers vereinbart gewesen sein. Bemerkenswert: Thema des Aufsatzes war die Geschichte des eigenen Bauunternehmens.

Akademischer Titel gefährdet

Eine Anfrage an das Büro von Hans Peter Haselsteiner blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Die Wirtschaftsuni bestätigte freilich eine Überprüfung des Vorwurfs: „Der angesprochene Fall befindet sich in Bearbeitung." Sollten sich die erhobenen Vorwürfe bestätigen, könnte Ulrike Haselsteiner gar ihr akademischer Grad aberkannt werden.

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