Erstes Bundesland muss bereits wieder OPs verschieben

Operationen, die nicht unbedingt sein müssen, werden jetzt wohl wieder verschoben.
Operationen, die nicht unbedingt sein müssen, werden jetzt wohl wieder verschoben.Reuters
Der starke Anstieg bei den Corona-Infektionen führt jetzt zu Maßnahmen in OÖ: Planbare Eingriffe in Spitälern werden wieder verschoben.

Wer auf eine geplante Hüft-OP oder eine andere aufschiebbare Operation wartet, muss sich offenbar noch länger gedulden. Die Spitäler in Oberösterreich wollen dem Vernehmen nach – so wie im Frühjahr – diese Operationen verschieben. 

Vorrang für Corona und Akutpatienten

Grund: So soll gewährleistet werden, dass genug Kapazitäten für Corona-Patienten und für die Akutversorgung in den Spitälern vorhanden sind. Auch dringliche Fälle (z.B. Krebspatienten, Notfälle) haben so leichter Vorrang.

Jens Meier (Vorstand der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am KUK), Bernd Lamprecht (Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am KUK) und Holger Rumpold (Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums am Ordensklinikum Linz) stellten am Dienstag die neuen Maßnahmen im Detail vor:

 "Leistungsanpassung"

Laut Spitälern wird es aufgrund der gestiegenen Infektionen zwar keinen kompletten Stopp bei den geplanten OPs geben. Aber es ist eine "drastische Leistungsanpassung" geplant. "Diese wird unter der größtmöglichen Bedachtnahme auf die Dringlichkeit und die persönlichen Umstände der PatientInnen erfolgen".

 Verteilung auf ganz OÖ

„Wir haben uns entschlossen, die COVID-19 PatientInnen nach einem bestimmten Schlüssel gleichmäßig und verhältnismäßig auf alle Spitäler in Oberösterreich zu verteilen", so Lamprecht.

 Eigene Covid-Stationen

In den Spitälern werden eigene Bereiche für Corona-Patienten eingerichtet. Bis dato sei es allerdings in keinem Krankenhaus notwendig gewesen, gesamte Leistungsbereiche zu schließen. Inwieweit das auch weiterhin gelingen könne, sei vor allem davon abhängig, wie sich die Personalsituation entwickelt.

Mehr als 100 Tote in OÖ

In Oberösterreich gab es am Dienstag (Stand 8 Uhr) laut Krisenstab des Landes bereits mehr als 4.000 Infizierte (exakt 4.099 Fälle). Die Todesfälle stiegen weiter auf 101. 302 Corona-Patienten liegen im Spital, 30 davon auf der Intensivstation. 

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