Plant Klinger schon für seine Zeit danach?

FPOÖ-Chef Manfred Haimbuchner (li.) mit Landesrat Wolfgang Klinger
FPOÖ-Chef Manfred Haimbuchner (li.) mit Landesrat Wolfgang KlingerBild: fotokerschi.at
Erst seit Mai Landesrat, plant Wolfgang Klinger (FPÖ) offenbar schon für die Zeit nach 2021. Er will nämlich trotz Landesregierungsposten Bürgermeister von Gaspoltshofen bleiben.
Nach dem Ausscheiden von Landesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) aus der Landesregierung (auf Druck von Landeshauptmann Thomas Stelzer, ÖVP) wurde der bisherige Bürgermeister von Gaspoltshofen (Bez. Grieskirchen) Nachfolger. Seit Mai ist er Sicherheitslandesrat von Oberösterreich.

Eigentlich, so hatte er angekündigt, wollte er seinen Bürgermeister-Posten im Herbst aufgeben. Aber: Wie die "OÖN" berichten, will er jetzt doch weiter Ortschef bleiben. Und die stressige Doppelfunktion als Bürgermeister und Landesrat ausüben.

Landesrat will auch Bürgermeister bleiben



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Hintergrund seien politische Streitereien mit den politischen Konkurrenten in Gaspoltshofen. Allerdings könnte es auch gut möglich sein, dass Klinger schon vorbaut – für die Zeit nach 2021.

Denn: So wie es derzeit in den Umfragen ausschaut, wird die FPÖ nach den Landtagswahlen 2021 keine drei Landesräte mehr in Oberösterreich stellen, sondern nur zwei. Und wer die Posten bekommen wird, ist (eigentlich) klar – wenn nicht noch was dazwischenkommt. Nämlich: FPOÖ-Chef Manfred Haimbuchner und der jetzige Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ).

Wechselt er ins Amt des zweiten Landtagspräsidenten?



Und damit wäre Klinger aus der Regierung draußen. Allerdings soll man für ihn bereits einen Posten vorgesehen haben, der sich gut mit dem Bürgermeisteramt vereinbaren ließe: nämlich der des zweiten Landtagspräsidenten (ist momentan Adalbert Cramer von der FPÖ). Das wurde "Heute" zumindest von einem Partei-Insider berichtet.

Würde Klinger jetzt sein Bürgermeisteramt (hat er seit 2003 inne) aufgeben und einen Nachfolger installieren, wäre er ab 2021 vielleicht "nur" noch Landtagspräsident – was dem umtriebigen Lokalpolitiker möglicherweise zu wenig sein könnte. Denn 2021 finden auch die nächsten Gemeinderatswahlen statt – und es ist eigentlich undenkbar, dass der von Klinger zuvor installierte Nachfolger wieder den Platz für Klinger freimachen würde.

Logische Konsequenz: Klinger installiert keinen Nachfolger, bleibt Bürgermeister – und das auch über 2021 hinaus (neben seinem Job als zweiter Landtagspräsident). Sofern er gewählt wird.

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