"Plants vs. Zombies": Auf in die nächste Schlacht

Mit "Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville" geht der Kampf zwischen Pflanzen und Untoten weiter. Und das wieder auf hohem Niveau.
Der Multiplayer-Fun-Shooter "Plants vs. Zombies" geht nach dem zuletzt im Jahr 2016 erschienen Game "Garden Warfare 2" nun in eine neue Runde auf Playstation 4, Xbox One und PC. Und auch wenn es nicht mehr im Gametitel steht: Spielerisch kann "Schlacht um Neighborville" durchaus als Teil der "Garden Warfare"-Serie angesehen werden.

Der Titel verrät es bereits: Pflanzen und Zombies liefern sich dieses Mal einen Showdown im Örtchen Neighborville. Wobei man die Story ruhig außen vorlassen kann, denn sie zeigt sich weder sonderlich originell, noch bleibt sie in Erinnerung. Egal, denn die "Plants vs. Zombies"-Titel hatten schon immer das Gameplay und nicht die Handlung als Stärke.

Die Aufmachung des Spiels ist witzig, denn sowohl Pflanzen als auch Zombies machen hier alle möglichen Laute, die für Lacher beim Spieler sorgen. So geht es chaotisch liebenswert zu, wenn man am Bildschirm auf der einen Seite die Zombie-Basis, auf der anderen die Pflanzen-Basis und in der Mitte ein Schlachtfeld hat, auf dem sich die verfeindeten Fraktionen duellieren.

Eintönige Einzelspieler-Aufgaben

Die Basen dienen der jeweiligen Fraktion dazu, das Geschehen zu steuern. Hier finden sich zahlreiche Charakteranpassungsmöglichkeiten, an 20 verschiedenen Klassen kann herumgebastelt werden – sechs davon sind gänzlich neu. Zudem gibt es eine Trainingsstätte und den Zugang zu den jeweilig laufenden Multiplayer-Kämpfen. Neu: Es lassen sich auch drei vollkommen andere Areale betreten, die sich abseits der Multiplayer-Gefechte erkunden lassen.

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CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die drei Gebiete zeigen sich als Stadt, Berg und Walf sehr unterschiedlich und bieten Dutzende Mini-Aufgaben, die der Spieler auch im Koop mit einem Freund bewältigen kann. Leider bieten sie spielerisch wenig Abwechslung, denn holt man sich einen Auftrag für eine Region ab, heißt es meist, entweder etwas einzusammeln oder einen Gegner zu besiegen. Das wird schnell eintönig, dafür gibt es aber jede Menge Items und Ausrüstungen abzuholen.

So spielt sich die Schlacht

Das Herzstück von "Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville" ist weiter der Multiplayer-Modus für bis zu 24 Spieler. Und die Möglichkeiten sind sogar noch gewachsen. Sechs Modi stehen zur Auswahl: Als "Plants vs.- Zombies"-Kenner ist man mit Teamsieg, Revierübernahme und Co. schon vertraut, brandneu ist aber der "4v4-Kampf".

In diesem treten je zwei Viererteams gegeneinander an, wobei jeder Kämpfer nur ein Leben hat und die jeweilige Figurenklasse nur einmal ausgewählt werden darf. Das macht die Gefechte rasant, sondern auch überaus spaßig. Generell: Das Gameplay gleicht dem Vorgänger "Garden Warfare 2" sehr, was absolut positiv ist. Gedreht wurde aber wie beim "4v4" an kleinen Schrauben, was das Spiel flüssiger und noch kurzweiliger macht.

Bekanntes Prinzip mit frischem Grünzeug

Auch das Spielprinzip blieb gleich: Jede Klasse hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, bei denen man nach und nach herausfindet, wie sie sich gegen eine andere Klasse schlägt. Weil das Zusammentreffen mehrerer Klassen am Spielfeld auch einen Glücksfaktor hat, entstehen immer wieder kuriose Situationen in den Kämpfen, in denen auch schwer unterlegene Neulinge das Blatt gegen Strategie-Profis noch drehen können.

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville
Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville


So leicht steuerbar das Spiel für Einsteiger ist, so chaotisch geht es teils am Bildschirm zu. Besonders in den Modi, in denen besonders viele Figuren am Schlachtfeld herumwuseln, verliert man regelmäßig den Überblick. Doch das Chaos ist hier eine Tradition, die den "Plants vs. Zombies"-Spielen eigen ist. Spaß machen sie, auch wenn man nicht immer die Kontrolle über das Geschehen hat.

Tolle Grafik, einiges gestrichen

Die Grafik des neuen Titels lässt die Vorgänger nun äußerst blass aussehen. Die Maps sind so unterschiedlich wie bunt dekoriert, Licht- und Schatteneffekte können sich sehen lasse und die Figuren glänzen mit sehr vielen Details sowie "lebensecht" wirkenden Bewegungen. Jeder Charakter hat seine eigenen Bewegungsabläufe und Angriffe spendiert bekommen. Und auch der gesamte Spielbildschirm mit Basen und Schlachtfeld wirkt mitten in eine ländliche Ortschaft hineingepflanzt.

Zwar hat "Schlacht um Neighborville" im Vergleich zu den Vorgängern Unterklassen wie Feuer verloren, das kommt dem Spiel aber nur zugute, denn die Matches verlaufen dadurch ausgeglichener und man kann sich als Spieler leichter auf den Gegner einstellen, ohne allzu sehr dem Zufall zu vertrauen. Etwas gestrichen wurde aber auch die Übersichtlichkeit, wenn es Richtung Endgame geht.

Der Spaß steht im Vordergrund

Von den ersten Gefechten an sammelt man in "Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville" mehr als jemals zuvor: Hier regnet es Kostüme, dort Erfahrungspunkte, hier Geld, und so weiter. Das geht zwar automatisch, was man mit den Dingen anfangen kann muss man aber etwas umständlich herausfinden. Wenn dann Figuren Level 10 erreichen, schalten sich zusätzlich wählbare Fähigkeiten und Fertigkeiten frei, etwa mehr Kampfkraft oder schnellere Heilung.

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville
Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville


Jedes Upgrade und jede Möglichkeit ist aber in einem anderen Untermenü versteckt, was anfangs Sucharbeit erfordert. Hat man das System aber durchschaut, hat es eine Sogwirkung, die den Spieler von Bonus zu Bonus jagen lässt – untermalt von einem guten und treibenden Soundtrack. Übersicht hin oder her: "Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville" ist grafisch der beste Titel der Serie und bietet einen ebenso großen Spielspaß wie die Vorgänger. Allzu viel Neues ist nicht dabei, dafür einiges davon schlau umgesetzt. Wer den absurden Witz des Spiels schon bisher mochte, wird auch hier wieder seinen Spaß haben.

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