Niederösterreich

Plattform will gesetzlich verankertes Kohlenstoffbudget

Die Plattform "klimaNÖtral" will in NÖ ein gesetzlich verankertes Kohlenstoffbudget. Dieses soll mit dem 1,5-Grad-Ziel vereinbar sein.

Erich Wessely
Die Plattform "klimaNÖtral" informierte über Klimapläne.
Die Plattform "klimaNÖtral" informierte über Klimapläne.
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Die Plattform "klimaNÖtral" ist am Mittwoch für ein gesetzlich verankertes Kohlenstoffbudget für Niederösterreich eingetreten. Dieses soll mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens vereinbar sein, betonte Sprecher Erwin Mayer bei einer Pressekonferenz. Er forderte in diesem Zusammenhang ein politisches Bekenntnis in den beiden noch ausstehenden Landtagssitzungen vor der Landtagswahl am 29. Jänner 2023 ein.

"Zentrale Vorgabe"

Ein derartiges Kohlenstoffbudget sei eine "zentrale Vorgabe" zum Erreichen der Klimaziele. Gebe es so etwas nicht, würden "alle nachfolgenden Detailgesetze zur Umsetzung ebenfalls hinten nach" hinken, sagte Mayer. Das Kohlenstoffbudget, das sich Niederösterreich aktuell selbst gebe, liege um "100 bis 200 Prozent zu hoch", das Bundesland sei in Sachen Klimaneutralität hinterher. Angeregt wurde von Mayer weiters, dass auch auf regionaler Ebene - also etwa in den Gemeinden - ein solches Budget errechnet wird.

"Nicht ganz trivial"

Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb skizzierte die aus ihrer Sicht bestmögliche Vorgehensweise in Sachen Kohlenstoffbudget als eine Art "doppelte Buchhaltung" für "Euro und Treibhausgase". Das zu erreichen, sei "nicht ganz trivial" und dauere "eine Weile". Wesentlich seien daher baldige politische Vorgaben.

Erneut trat Mayer auch für ein "klares Bekenntnis" der Landespolitik zur Klimaneutralität in Niederösterreich bis 2040 ein. Ein "klares Nein" kam zum Thema Fracking und zu einer Erschließung neuer Kohlenstoffquellen.

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