Plech traf Grasser vor Buwog-Vergabe

Befragt wurde der Immobilienmakler Ernst Karl Plech zur Provisionsaffäre rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen im Jahr 2004. Plech betonte seine Unschuld.

Befragt wurde der Immobilienmakler Ernst Karl Plech am Mittwoch zur Provisionsaffäre rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen im Jahr 2004. Plech betonte seine Unschuld. Er gab zu, kurz vor der Buwog-Vergabe den damaligen Finazminister Karl Heinz Grasser getroffen zu haben. Peter Hochegger hätte auch befragt werden sollen -

Das siegreiche Konsortium rund um Immofinanz und Raiffeisen Landesbank (RLB) Oberösterreich hatte von den Lobbyisten Walter Meischberger und Peter Hochegger erfahren, wie hoch es bieten musste, um den Konkurrenten CA Immo auszustechen. Dafür kassierten Meischberger und Hochegger 9,9 Mio. Euro Provision.

Die Staatsanwaltschaft geht nun dem Verdacht nach, auch Plech und der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser (F/V) könnten mitgeschnitten haben. Beide bestreiten das. Allerdings war Plech für zwei der Konten, auf denen die Provision schließlich landete, zeichnungsberechtigt. Er versicherte aber zuletzt, dass es sich dabei um Meischbergers Geld gehandelt habe.

"Ich habe mir nichts vorzuwerfen und habe in all diesen Verfahren immer die Wahrheit gesagt." Außerdem betonte er, dass er lediglich Mitglied der Vergabekommission für die Investmentbank war, nicht aber jener Vergabekommission, die dann in weiterer Folge über den Verkauf der Bundeswohnungen entschied.

Treffen mit Grasser

Wenige Tage vor der Vergabe des Buwog-Auftrags an die Investmentbank Lehman Brothers hat sich Plech mit dem damligen Finanzminister Grasser getroffen. Das musste der Immobilienmakler bei der Befragung durch den Grünen Peter Pilz einräumen, der ihm einen Terminkalender vorlegte. Den Vorwurf des Grünen, mit seiner ursprünglichen Leugnung eines Treffens mit Grasser die Unwahrheit gesagt zu haben, wies Plech zurück und sagte, er hätte sich nach zehn Jahren eben nicht mehr an den Termin erinnern können. Zum Inhalt des Gesprächs wollte er nichts sagen und entschlug sich der Aussage, um "die Gefahr der strafgerichtlichen Verfolgung" zu vermeiden.

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